Sauna-Ranking Plätze 11 - 15



Platz 11 - Kliemannsland

Wann wird man schonmal ins Kliemannsland, das verrückte Wonder-Land des Nordens eingeladen? Anscheinend im Juli 2022. So hat es zumindest meine Wenigkeit getroffen. Aber wie komme ich zu dieser unfassbaren Ehre?

 

Naja, das Kliemannsland ist nicht nur mindestens so verrückt wie ich, sondern anscheinend auch genau so schlau und kam Anfang 22 auf die grandiose Idee (scheinbar der Smart Follower :D) sich auch eine eigene Sauna (Marke: Eigenbau) auf den Hof zu stellen.

 

Da die Sauna vom Kliemannsland im Vergleich zu meiner SVauna nicht mobil gebaut werden musste, baten sich hier natürlich noch ganz andere Möglichkeiten. Und natürlich wird sich hier auch keine 0815 Sauna hingestellt.

 

Und ich hatte nun die Ehre bekommen, die Kliemannsland Sauna zu besichtigen, zu begehen, zu benutzen und ein bisschen meinen Schweif blicken zu lassen. So ein Angebot lasse ich mir ja nun wirklich nicht gesehen. Also ab ins Saunamobil und entspannt die 40 Minuten mit einem meiner Jungs ins Kliemannsland bei Zeven vor Bremen getuckert.

 

Angekommen, mussten wir erst einmal den Hof inspizieren, wobei man sich hierfür eher ein paar Stündchen nehmen muss, um die Möglichkeit zu haben, auch wirklich alles zu entdecken. Dem sind wir abends dann noch teilweise nachgekommen.

 

Aber nun zum Herzstück meines dortigen Tages. Die Kliemannsland-Sauna. Tatsächlich ist diese eher unscheinbar und fällt nicht sofort ins Auge. Das liegt aber einfach nur daran, dass es sich im Prinzip um eine Art Hobbithöhlen-Sauna handelt.

 

Das Kliemannsland hat doch tatsächlich mehr oder minder 2 selbstgebaute Fass-Saunen miteinander verbunden und somit eine riesige Fass-Sauna in L-Form gebaut. Dadurch hat die Sauna quasi einen Eingang und einen Ausgang und an beiden Seiten jeweils auch einen komfortablen Vorraum zur trockenen Sicherung der Klamotten und Ähnlichem. Aber auch vor den Vorräumen befinden sich jeweils noch Außenflächen mit überdachte Sitz-/Ablagefläche. Die Sauna hat nach ihrer Fertigstellung einen Betondeckel bekommen und dieser wurde dann begrünt. Sehr erfolgreich muss ich sagen. Das Auenland lässt Grüße da. Überall verstecken sich auch Schrott und Werkzeuge auf dem Vorplatz, welcher, verrückt, ein runder Feuerstellen-Kreis mit Sichtschutz ist. Perfekt für kalte Nächte und Tage. Winter, wir kommen!

 

In der Sauna sind die Bänke einstufig, aber es ist ausreichend Platz vorhanden, um gute 10 Personen unter zu bekommen. Hinten in der Mitte, dem Herzen der Sauna, steht ein visuell bescheidener Elektro-Sauna-Ofen. Anfangs hatte ich die Befürchtung, der Ofen würde lange benötigen, um die verhältnismäßig große Sauna einzuheizen und noch viel gravierender, hatte ich Angst, dass der Ofen meine harten Aufgüsse nicht vertragen und verarbeiten kann. Probieren geht über studieren. Fix die Sauna angeschmissen, auf entspannte 70 Grad eingestellt und ein Warte-Bier geöffnet. Tatsächlich hatte die Sauna bereits nach ca. 30 Minuten die passende Kernhitze erreicht. Begeisterung. Also fix naggich gemacht und reingeschwungen. Die Hitze verteilt sich angenehm und ich fühlte mich wohl. Auf nahezu allen Plätzen hat man auch einen grandiosen Ausblick (wenn die Blicke mal nicht auf mir liegen), denn direkt an den „Ausgang der Sauna“ wurde ein zweistufiger Steg gebaut, der zum „Badetümpel“ führt. Ein Stück gefühlt unberührte Natur, der man beim Dahinvegetieren zusehen kann. Genug Geschnulze. Der Aufguss muss her. Erst ein Kleiner und schauen was passiert. Aber, oh Wunder, der Ofen verarbeitet das Wasser sehr schnell. Dampf und Hitze breitet sich aus. Um die Hitze in alle Ecken der verwinkelten Sauna zu bekommen, benötigt man definitiv das richtige Equipment, von selbst gestaltet sich dies eher schwierig. Warten. Genießen. Rausschauen und dann den Monster-Aufguss. 3 große Schippen mit der Regenkelle. Wunderbar! Ok, ein bisschen Wasser tropft unten raus und landet auf den Platten, aber bei so einem Ofen hatte ich weniger erwartet. Ich war glücklich. Und nass. Vor Schweiß.

 

Wie nach jedem Saunagang gibt es jetzt nur 2 Sachen, die helfen. Eine Abkühlung von außen und eine von innen. Vorsicht. Nicht mit Schmackes durch die Glastüren rennen. Die Türen schnell aufgemacht. Vorsichtig wie eine watschelige, adipöse Ente über die beiden Holz-Stege watscheln und dann mit Schmackes eine liebevolle Arschbombe in den Tümpel. Klinisch rein ist er nicht, aber nur die Harten kommen in den Garten. So richtig tief ist er aber auch nicht (bitte keine Körper!), aber mit einer vorsichtigen Arschbombe schmiegt sich der Hintern leicht, sanft und kurz an den schlammigen Boden des Tümpels. Also alles in bester Ordnung. Bisschen den Wal machen und dann wieder rausklettern, um sich die innere Kühlung zu holen. An der Bar schön ein eiskaltes Kliemannsland-Bier. Mit dem Bier dann in einen der Sonnenstühle auf den Steg und wieder vegetieren. Glückseligkeit. Das ein paar Runden wiederholen und ich konnte mir den Tag kaum schöner vorstellen.

 

Für Abenteuerlustige, Verrückte, Saunisten und die Mischung aus all diesen ist das Kliemannsland der perfekte Ort, um einen abwechslungsreichen, aber auch entspannten Tag mit coolen Leuten und einer Menge Überraschungen zu verbringen. Chapeau und bis bald, liebes Kliemannsland.

 

Hier geht es zum Kliemannsland: https://www.kliemannsland.de/

 


Platz 12 - David Lloyd Meridian Hamburg Eppendorf

Man sagt ja nicht ohne Grund „alle guten Dinge sind drei“ (ich kenne das on top abgewandelt mit „drölf“), also warum nicht noch ein weiteres Meridian Spa in Hamburg unter die Lupe nehmen. Und zwar das David Lloyd Meridian Spa Eppendorf – vielleicht war ich auch nur etwas faul und das war mehr oder minder das naheliegendste Spa. Aber egal, denn ich war da.

 

Was sollte ein Saunameister an seinem freien Tag auch sonst machen, als ins Spa zu gehen?

 

Kurzerhand mit dem Rennrad hingeballert und im Prinzip schon nass und heiß angekommen. Schnell rein. Rezeption war sehr freundlich und dachte auch ich wäre Stammgast – scheint an dem Selbstvertrauen zu liegen, dass ich ausstrahle. Sie hat mir auch kurz den Weg zu den Umkleiden und dann weiter zum Spa Bereich erklärt. Irgendwann mittendrin meinte sie „ist auch alles ausgeschildert“. Ab dem Zeitpunkt habe ich leider aufgehört zuzuhören. War nicht so schlau, weil ich mich tatsächlich noch 2 Mal verlaufen habe. Ich habe mir aber souverän nichts anmerken lassen und versucht ortskundig zu wirken.

 

Die Umkleiden sind wie üblich für größere Menschenmassen angelegt – müssen ja auch das Fitness-Studio mit bedienen können. Kein perfekter Einstieg, aber ich bin ja auch Spa-Blogger und kein Umkleiden-Blogger.

„Dann wollen wir doch mal von der Umkleide in den Spa Bereich. Dafür muss ich doch ich doch einfach nur… wtf… wo geht es lang“? Ene Mene Muh. Und natürlich das falsche Muh gewählt und in die falsche Richtung gelaufen. Bevor ich aber wieder kurz vor der Rezeption stand, hatte ich das System glaube ich langsam durchgeholt und bin wieder zurück gelaufen, bis ich die entsprechende Tür zum Spa Bereich gefunden habe.

 

Wendeltreppe runter. Und irgendwie, zwar nicht im ersten Moment so eindeutig, aber auf jeden Fall im Nachgang, vom Aufbau und Design sehr ähnlich wie das Meridian Spa in Wandsbek. Ein Glück! Denn das Erste was mir in die Augen fiel, waren wieder diverse Whirlpools, die glücklicherweise wieder FKK waren. Also schön das Gemächt von der Luft massieren lassen. Ich stellte mich grob in den Bereich vor den Whirlpools und staunte erst einmal und nahm die Umgebung auf. Links und rechts von mir, hinten und vorne, oben und unt…en? Und musste loslachen. Tatsächlich waren die Architekten so verrückt und haben einfach mitten in den Gang eine große, runde gläserne Glasscheibe eingesetzt und darunter lag das Schwimmbecken im Erdgeschoss. Ich konnte die Leute schwimmen sehen und die Schwimmer konnten mein Gemächt baumeln sehen. Mein Tag war gerettet und ich musste bei jeder Revue, die ich passieren ließ, ungehemmt loslachen. Allein für das Erlebnis lohnt sich schon der Besuch.

Also fix in den Whirlpool und Fischhaut wachsen lassen. Einfach mal, weil man es kann, 1 Stunde nackt und alleine im Whirlpool hocken und alle Gedanken laufen lassen. Im Gegensatz zum Meridian Wandsbek, konnte man hier den „Blubber“ auch selbst anschalten und musste nicht auf den Timer warten. Pluspunkt.

 

Nach dem ich aussah wie knackige, schrumpelige 75 wollte ich eigentlich die Saunen auschecken, habe dann aber gesehen, dass die Sonne schien. Eigentlich waren es draußen keine 10 Grad, aber in der prallen Sonne dann doch gefühlte 20 Grad. Das wollte ich auskosten und jedes halbwegs gute Spa hat ja auch einen Außenbereich mit Liegen. Und den hatten Sie! Und was für einen! Hier wurde grandioserweise ein japanischer Garten nachgebaut, mit kleinem Fischbecken und Wasserfall und im Anschluss stand die japanische Sauna im Stile einer Minka eingehaust. Und es herrschte Stille, an die sich erstaunlicherweise alle dort lümmelnden, sich sonnenden Menschen hielten. Man konnte lediglich das Plätschern des Wasserfalls vernehmen.

Aufgrund der Attraktivität des Ruhebereichs draußen, habe ich am Ende den gemütlichen Ruhebereich drinnen komplett außer Acht gelassen (außer für ein paar Fotos).

Nach einem mehr als erholsamen Mittagsschlaf und einer zum Glück wieder gestrafften Haut, wollte ich doch gleich in die Japanische Sauna. Knackige 90 Grad und zum Glück wieder allein. Schön mit Blick auf den japanischen Garten, aber eben auch auf die dort liegenden Ölsardinen. Ich konnte der Luft auch noch entnehmen, dass hier regelmäßig Aufgüsse stattfinden, aber auch das habe ich schon schlimmer erlebt. Hier scheint man sich noch etwas zurück zu halten. Leider ist mir aber auch aufgefallen, dass die Sauna von innen nicht mehr im besten Zustand war… Die Bodenmatten waren schon leicht zerpflückt und das stilechte Glasbild hinter dem Sauna-Ofen im unteren Bereich schon etwas spakig. Kleine Details, die nicht jedem auffallen, aber wenn, dann ist es nicht sehr ansehnlich. Die beiden Punkte sollte das Meridian aber leicht behoben bekommen.

Nach der ersten Saunarunde kommt so eine Runde im Schwimmbecken doch immer ganz gelegen. Hoffentlich ist das Wasser nicht so arschkalt wie in Wandsbek… Und tatsächlich, es geht. Ist sogar sehr angenehm, wenn man sich ein bisschen bewegt. Um hier meine Manieren zu pflegen, habe ich aber NICHT unter dem Kuckloch gewartet, sondern dieses gepflegt ignoriert.

Aber nun zu den restlichen 5 (!) Saunen, die sich im oberen Geschoss bei den Whirlpools befinden. Diese sind im Halbkreis angeordnet und gehen von 55 Grad bis 95 Grad. Losgelöst von meiner durchgeführten Reihenfolge, beschreibe ich hier einfach mal von lauwarm bis kochend heiß aufsteigend die Saunen.

 

Sanarium 55°:

Normalerweise liebe ich das Sanarium. Einfach mal 30 – 45 Minuten bei unterster Garstufe verweilen und wenn man zu zweit ist, sogar mal ein Nickerchen einlegen, während der andere Wache hält. Hier allerdings, und das ist mir zum allersten Mal untergekommen, ist eine Dampfanlage in der Mitte des Raums verbaut. In regelmäßigen Abständen tropft hier Wasser runter und wird verdampft. Leider in einer Menge, die es mir verwehrte länger als 15 Minuten zu verweilen. Gefühlt war dies eher eine schief gelaufene Kreuzung aus Dampfbad und Sanarium.

Dampfbad 60°:

Da ich mit dem Rennrad hingefahren bin und mein Platz im Rucksack begrenzt war, konnte ich leider kein zusätzliches Handtuch für das Dampfbad mitnehmen. Und aus bekannten Gründen nutze ich aus hygienischen Gründen ohne extra Handtuch kein Dampfbad.

 

Aroma Sauna 85°:

Die Aroma-Sauna versucht mit Wald- und Tierklängen zu überzeugen – ein Mittel, dem ich gerne in der Sauna fröhne. Mir hilft so etwas zusätzlich bei der Entspannung, aber leider konnte ich nur ein paar Minuten in der Sauna verweilen, weil mir der automatisierte Aufguss bzgl. des Aromas zu überdosiert war.

Evento Sauna 90°:

Lichttherapie gekoppelt mit einer Deckendekoration im Stil eine Tiefenlabyrinths. Wirklich ein Augenschmaus. Die Decke hätte ich mir auch gerne länger angesehen und mich gedanklich drin verloren. Nur leider bedient sich diese Sauna ebenfalls eines automatisierten Aufguss-Systems, die hinsichtlich Duftessenz dermaßen überdosiert war, dass mir die Augen und die Nase brannten und tränten und ich nach kurzer Zeit die Sauna wieder verlassen musste. Sehr schade! Leider war aber auch die Umrandung des Ofens leicht baufällig und zumindest in der Nähe der Tür nicht sehr ansehnlich. 

Finnische Sauna 95°:

Das beste kommt zum Schluss - ist hier sehr treffend. Tatsächlich ist die finnische Sauna eine stinknormale 95° Sauna ohne Chichi. Leicht abgedunkelt. Schöner Ofen. Keine Aufgüsse oder Aromen. Ein kleines Naturpanorama am Ende der Sauna. Ich bin begeistert! Manchmal ist weniger doch mehr.

Nach den diversen Runden wollte ich mich im Bereich der Umkleiden noch duschen gehen. Daraus wurde ein wundersames Abenteuer. Vielleicht hat das stundenlange Baden und Saunieren meine Haut gänzlich aufgeweicht, aber die Duschen hatten einen dermaßen harten Strahl… das war kaum auszuhalten. Ich glaube ich habe in meinem Leben noch nie so schnell und unangenehm geduscht wie dort.

 

Ein wichtiger Punkt kommt noch: Bei den ganzen Hitze-Einheiten, die ich durchgezogen habe, war meine 1,5 Liter Wasserflasche mehr als schnell ausgetrunken. Leider gibt es hier keinerlei Wasserspender. Für mich ein absolutes No Go in einem Spa… Wenigstens war die schichtführende Saunameisterin so nett und hat mir meine Wasserflasche in ihrem Aufenthaltsraum am Wasserhahn aufgefüllt.

 

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Meridian Spa Eppendorf mit seinem stilvollen Außenbereich und dem großen Angebot an Saunen punktet, auch wenn ein Großteil davon für mich leider ungenießbar war. Das „Kuckloch“ und die FKK-Whirlpools waren da schon eher das persönliche Highlight. Ich habe mich trotz allem den Tag sehr wohl gefühlt, aber das Meridian Spa Eppendorf hat in meinen Augen noch viel ungenutztes Potenzial.

 

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Hier geht es zur Website: https://www.meridianspa.de/de-de/clubs/hamburg-eppendorf/


Platz 13 - David Lloyd Meridian Hamburg Wandsbek

Als Hamburger natürlich schon einige Schmuckstücke in Hamburg inspiziert und unter die Lupe genommen. Dieses Mal war es aber eigentlich kein geplanter Auftrag sondern eine Self-Care-Angelegenheit, weil ich am Wochenende zum dritten Mal genullt habe und am Folgetag an meinem Urlaubstag einfach mal ein bisschen die Seele baumeln lassen wollte – und wo würde dies besser gehen als im Spa. Also meinen besten Freund Google rausgekramt und viele Vorschläge für „Hamburgs beste Spas“ gefunden. Wie gewohnt waren die Seiten aber nicht sehr aussagekräftig. Zumal ich auf der Suche nach etwas Besonderem war – einem Spa mit Schwimmbecken oder Whirlpool in denen man wortwörtlich nackt rumpimmeln kann. Aber ohne Witz, man findet dazu keinerlei Informationen.

 

Am Ende musste eine Mischung aus Auge und Bauchgefühl entscheiden. Und diese fiel dann auf das Meridian Spa in Wandsbek. Das Meridian Spa an der Alster hatte ich vor Jahren schon besucht und es war (kritisch wie ich bin) in Ordnung. Aber warum der Meridian Kette keine zweite Chance geben?

Also ab nach Wandsbek. Einmal quer durch Hamburg. Auf den Parkplatz, der eher einem Panzer-Übungsplatz ähnelt und dort prominent mein Saunameister-Auto geparkt. Ab zur Rezeption und man merkt schon, dass das Meridian Wandsbek ein gehobenes Etablissement ist. An der Reze gab es dann die Armbänder und die Einweisung in den Weg zum Spa (gar nicht so einfach, weil das Meridian Wandsbek auch ein öffentliches Fitnessstudio und ein Hotel ist) sowie in die FKK-Gepflogenheiten. JACKPOT. Das Spa hat zwei Ebenen. Auf der unteren Ebene ist komplett FKK angesagt und auf der oberen Ebene muss man zumindest Badehose bzw. das Unterteil vom Bikini tragen.

 

Den Spa Bereich betritt man in den Vorraum mit Spiegeln und Föhnen. Hier ist der klassische Badeanstalt-Flair wiederzufinden. Die Umkleide erinnern auch an ein Freizeitbad, aber irgendwie doch gehobener.

Rein ins Spa. Wände, Boden, Säulen, einfach alles ist mit kleinen Mosaikfliesen versehen. Ein antiker Charme entsteht, der in mir ein Gefühl von einem alten römischen Bad hervorrief. Modern ist etwas anderes, aber charmant altmodisch hat definitiv auch seinen Charme. Fand ich hier auch besser angebracht.

Der Raum zog sich wie ein langer Schlauch. Am Anfang stand noch ein Tresen und an diesem Tresen stand Saunameister Oliver und neben ihm die Aufgusstafel. Aufgüsse finden nur in der 90 Grad Aufguss-Sauna statt. In der Klönsauna nur eine Beduftung. Musik in meinen Augen. Kein Spa in dem fast jede Sauna mit Aufgüssen überstrapaziert wird und es noch normale, einfache Saunen gibt.

 

Zu Beginn befindet sich zuerst das Sanarium mit entspannten 60 Grad und einer hinter den Bänken integrierten automatischen Wasser-Aufgussanlage, damit ausreichend Luftfeuchtigkeit im Sanarium herrscht. Darüber hinaus befindet sich an der einen Wand ein großes Bild von der Heide und im hinteren Bereich ganz dezent eine Farblichttherapie, die auch nur langsam zwischen den Farben wechselte. Hier fühlte ich mich wohl. Perfekt für den Einstieg.

 

Also weitergucken. Und tatsächlich befinden sich im unteren Bereich 2 Whirlpools (ein Großer und ein Kleiner) und ein Relaxpool, in denen man Gott sei Dank einfach nackt liegen durfte. In allen 3 Becken hat die Temperatur einfach gestimmt. Sodass ich mich erst einmal 1 Stunde im warmen Gewässer aufhielt. Bei den Whirlpools wechselt die Sprudelanlage ca. alle 15 Minuten zwischen den beiden Whirlpools hin und her, damit alle mal bedient werden. Zusätzlich gibt es noch ein Kältetauchbecken, neben dem direkt noch ein Warmbecken war – damit eine gesunde Wechselwirkung erzielt werden kann.

 

Hintern der FKK-Poollandschaft befanden sich dann noch die 90 Grad Aufguss-Sauna, die 65 Grad Eukalyptus-Sauna und das Dampfbad. Die Aufguss-Sauna ist ausreichend groß, gut in Schuss und hat zentral in der Mitte mit Umlauf den Ofen stehen, damit die Saunameister bzw. Saunameister Oliver die Aufgüsse in alter Manier ausführen können. Die Eukalyptussaune ist relativ klein, dafür aber fein und duftet nicht zu sehr nach Eukalyptus – leider übertreiben es die Betreiber gerne mit dem Eukalyptus – hier war aber alles in bester Ordnung. Das Dampfbad ist ganz klassisch ohne besondere Merkmale.

 

Im Anschluss an das Entspannungs-Trio befindet sich der Duschbereich mit einerseits klassischen Duschen und andererseits den üblichen kalten Erlebnisduschen vom Eimer bis zum Schlauch. Daneben liegend befanden sich die Fußeimer zum Einstieg in den Spa Tag. 

Und der Schlauch nahm kein Ende. Denn zum Abschluss der unteren Ebene gab es noch eine kleine Außenterrasse mit Bast-Möbeln und Liegen sowie einem „herrlichen“ Blick auf den Panzer-Übungsplatz-Parkplatz, einem Alsterkanal und etwas Grün.

 

Drinnen war das Pendant hierzu: der Ruheraum der unteren Ebene. Ein größerer Raum mit Liegen, einem Kamin und ordentlich Grünzeug. Spoiler: Später konnte ich hier noch knappe 2 Stunden andere Gäste zuschnarchen. Ein Wunder, dass ich selbst noch aufgewacht bin und dass mich niemand anderes geweckt hat.

So langsam kommt die Neugier zur oberen Ebene. Auf der oberen Ebene befindet sich das Spa Restaurant in stattlicher Größe und mit humanen Preisen. Auf dem „Dach“ des Restaurants ist noch ein zusätzlicher Ruhebereich mit ausreichend Liegen. Allerdings empfand ich es auf der oberen Ebene für einen Ruhebereich zu laut (weswegen ich dann mein Nickerchen ja unten abhielt.

 

Das visuelle Highlight und Aushängeschild der Website ist das besonders angelegte Schwimmbecken mit großer Glaskuppel als Außenfassade und einem integrierten Übergang in ein kleines, äußeres Becken. Der Drang nach einem Flachkörper war groß, aber das Becken mit Brusthöhe zu tief und der Moment nicht der Richtige. Also ganz normal schwimmen gehen. Vielleicht diesmal nicht wieder eine ganze Stunde wie auf der unteren Ebene. Pustekuchen! Das Wasser empfand ich als dermaßen kalt, dass ich keine 2 Minuten im Schwimmbecken war. Aufgrund der Form finde ich das Becken zum richtigen Schwimmen nicht ganz geeignet, aber für alles andere zu kalt. Schade.

Halb erfroren kam es genau richtig gelegen, dass es im Außenbereich auf der Dachterrasse noch eine weitere Sauna gab. Also schnell hin da. Im Saunahäuschen war die Überraschung dann auch groß, weil es sich tatsächlich um 2 statt nur 1 Sauna handelte: die Kräutersauna (85 Grad) und die Klönsauna (97 Grad). Beide Saunen sind jeweils in L-Formation, weil die Haupt-Außenfassade vollverglast war mit einem netten Blick auf Wandsbek und viele Bäume. Solch Panorama-Saunen finde ich immer charmant. Die Kräutersauna gefiel mir am Ende besser, weil ich diese vom Ofen und der Wandverkleidung so schön rustikal fand und der Genuss wegen der „nur“ 85 Grad länger andauerte.

Alles in allem tatsächlich eine sehr gute Alternative für ein halbwegs preiswertes Spa (im Sinne von Preis-Leistung). Das absolute Highlight blieben die FKK-Pools auf der unteren Ebene. Sofern ich keine Alternative in Hamburg finde, werde ich hier noch des Öfteren einkehren.

 

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Hier geht es zur Website: https://www.meridianspa.de/de-de/clubs/hamburg-wandsbek/


Platz 14 - Kaifu Bad (Hamburg)

Corinna. …ähhh Corona hin oder her. Ich wäre doch ein Jeck, wenn ich vor dem neuen Lockdown nicht noch einmal die Gunst der Stunde nutzen würde, um am vorletzten Tag in Freiheit noch einmal in die Therme zu gehen.

 

Ein paar Wochen zuvor war meine wundervolle Freundin im Kaifu Bad (Achtung: Das Bäderland Hamburg hat mich schon getadelt! Das Kaifu Bad hat nichts mit der Kaifu Lodge zu tun – OBWOHL man teilweise als Kaifu Lodge Mitglied auch Spa und Schwimmbad mitnutzen darf. Aber an dieser Stelle möchte ich nicht so kleinteilig werden wie das Bäderland :D).

 

Angekommen (nach aufwendiger Parkplatzsuche), sieht das Kaifu Bad von außen doch sehr.. rustikal, aber auch edel aus. Der Eindruck war auf jeden Fall positiv. Mit Masken bestückt haben wir am Empfang unsere Chips erhalten (ich hatte dauerhaft die Befürchtung meinen Chip zu verlieren und die Halterung am Spint-Schlüssel war auch nicht gerade vertrauenswürdig). Die Umkleide war für meinen Geschmack viel zu klein – grundsätzlich, aber vor allem während Corona – aber auch hier mit Stil eingerichtet. Komischerweise nutzt man allerdings andere Umkleiden, wenn man das „All inclusive“ Paket mit Sole-Bad bucht, als wenn man nur Schwimmbad (und Sauna) bucht. Gefühlt zählt man ohne die Sole-Buchung zum Proletariat, denn dort gibt es nur Gemeinschaftsumkleiden :D Aber das hätte ich als Berufs-Nackedei auch vorgezogen – zumal die Gemeinschaftsumkleide bestimmt größer ist als die „Sole-Umkleide“.

Aber genug geblubbert. Nach der Umkleide sind wir zuerst einmal in…. den Spa-Bereich! Korrekt. Was auch sonst. Dabei ist mir bewusst geworden, dass ich hier schon einmal war als ich in der Kaifu Lodge ein Probetraining gemacht habe :D

 

Ein beige-farbend, gekachelter, großer Raum, der wahrscheinlich herzerwärmend und gemütlich wirken soll, für mich aber einen Ticken zu steril war.

 

Gleich zu Beginn befinden sich die Wärmebänke mit den Fußbecken – grundsätzlich sinnvoll, aber ich nutze meine Zeit lieber für die Saunen selbst (nehmt mich aber bitte nicht als Maßstab für euren nächsten Saunagang!). Highlight wäre es allerdings gewesen, wenn es diese Wärmebänke (welche man schon nicht häufig sieht) auch in Form von Wärme-Liegen gegeben hätte. Gibt für mich kaum etwas Geileres.

 

 

Nach links hinweg befinden sich die Duschen und zwei Dampfbäder. Einmal klassisch und einmal das Eukalyptus-Dampfbad. Das klassische Dampfbad ist super – starke und schnelle Dampfentwicklung. Ein großer, gemütlicher Kachelraum. Aber das Eukalyptus-Dampfbad… puhhh… für mich leider ein absolutes No Go. Ich bin ja weder aus Butter noch aus Zucker, aber hier hat es keine Minute gedauert bis meine Augen von dem viel zu öligen Dampf gebrannt und getränt haben. Nach 3 Minuten war ich wieder draußen und froh saubere Luft zu genießen.

Zur Abwechslung ab in die Sauna. Direkt gegenüber liegt die Farblichtsauna. Mit 60 – 70° eine sehr entspannte Sauna, in der wir dann auch etwas länger als die empfohlenen 15 Minuten lagen, weil es sich einfach nur wie ein ultra heißer Sommertag anfühlte. Dazu befinden sich in der Decke große Lichtstränge, die hin und wieder die Farbgebung ändern und damit die gesamte Sauna fluten. Ich habe direkt unter einer dieser Lampen gelegen und fand sie selbst dann nicht störend. Irgendwie hatte die Lichttherapie doch etwas entspannendes.

 

 

Nach der Sauna kurz Abkühlen. Es gibt einen kleinen Außenbereich, in dem nur Segel gespannt sind, falls es mal regnen sollte. Auch ein höher gestelltes Kältetauchbecken ist vorhanden. Aber mir haben die gemütlichen Holzbänke gereicht, um weiter runterzufahren.

Nach diesem kurzen Sauna-Ausflug hielten wir es für eine gute Idee den Sole-Bereich zu erkunden. Etwas schwimmen und ein kleines Nickerchen, bevor wir noch einmal richtig saunieren und dann nach 5 Stunden „Corona-Frist“ das Bad zwangsweise wieder verlassen müssen.

 

Im Sole Bereich angekommen, merkt man auch hier wieder, dass der Sole Bereich von der Einrichtung und der Atmosphäre um Welten hochwertiger ist als der normale Schwimmbereich, der im Vergleich glatt „poplig“ wirkt. Und auch der Spa-Bereich wirkt im Vergleich etwas trister.

 

Im Sole Bereich befindet sich ein großes Sole Schwimmbecken mit 6% Salzgehalt und ein angeschlossener Whirlpool. Beides mit 32°C Temperatur. Drumherum befinden sich Stühle und Liegen. Aber diese waren selbst während Corona und begrenzter Gäste-Zahl restlos belegt bzw. typisch deutsch mit Handtüchern blockiert. Ist ja aber auch nicht schlimm, weil wir eh erst einmal schwimmen wollten.

 

Das Wasser finde ich mit 32°C doch einen Ticken zu kalt, vor allem wenn man, wie es sinnvoll ist, in dem Wasser einfach nur reglos treiben will (durch den salzigen Auftrieb problemlos). Ohne Bewegung wurde mir nach 5 – 10 Minuten doch recht kalt. Beim Treiben kann man unter Wasser beruhigenden Klängen lauschen. Als Super-Powernapper bin ich beim Treiben tatsächlich auch etwas weggedöst. Damit ich nicht untergeh und absaufe oder gegen andere Menschen treibe, habe ich mich vom Becken in den Whirlpool begeben und… bin dort für 15 Minuten sofort eingeschlafen.

 

Ich bin tatsächlich aufgewacht, weil ich gezittert habe, da mir das Wasser zu kalt wurde. Hier kommt ein großer Vorteil ins Spiel à im Sole Bereich befindet sich eine Niedrig-Temperatur Sauna mit entspannten 40°C. Ich hatte Schwein und es war Platz vorhanden und ich habe mich mit meinen Badeklamotten auf meinem Handtuch breit gemacht. Nach einer halben Stunde war ich dann auch gut durchtemperiert. Genervt haben leider nur die Badeklamotten beim Saunieren – Grund für diese Vorgabe wird aber wohl sein, dass man bzw. jeder von außen in die Sauna im Sole-Bereich reinschauen kann.

 

Darüber hinaus gibt es auch ein Dampfbad (kein FKK) im Sole-Bereich. Hier war allerdings immer solch eine Schlange vorhanden (trotz Corona-Gastzahlen), dass ich leider keine Möglichkeiten hatte diese zu inspizieren. 

Zum Luft holen bin ich fix auf die zugängliche Dachterrasse, die im Sommer ein riesiger Pluspunkt sein mag, für mich war es aber nur lebensgefährlich, weil ich mich auf dem rutschigen Boden fast gemault hätte.

 

 

Nach der Dachterrasse habe ich mir noch ein entspanntes Nickerchen im Kaminraum gegönnt – herrlich, das kann man wirklich öfter machen, sofern man das Glück hat und einen Platz ergattern kann.

Gestärkt von meinen Mittagsschläfchen auf zum Spa Bereich, denn wir haben ein Bändchen für einen Aufguss ergattern können. Der milde Aufguss fand in der 90° Sauna statt. Wegen Corona sind natürlich bei Aufgüssen auch nur begrenzte Teilnehmer erlaubt (10 inkl. Saunameister und mir). Der Aufguss an sich (Aromareise durch den Wald) war ganz gut. Der Saunameister konnte die drei Aufgüsse gut verteilen und verwedeln, nur kam er leider nicht all zu freundlich und fröhlich rüber.

 

So eine Aufguss Session allein reicht mir ja aber nicht, vor allem nicht zum krönenden Abschluss des Tages bevor wir rausgeschmissen werden. Deswegen noch einmal fix in die leere Finnische Sauna bei 95° und das restliche Stück Anspannung und Alltag rausschwitzen.

Abschließend und zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Kaifu Bad eine sehr feine und vor allem saubere Alternative für das Herz von Hamburg ist – sofern man sich das All Inclusive Sole Paket leisten kann. 

 

Zur Website vom Kaifu-Bad: https://www.baederland.de/baeder/standorte/kaifu-bad/

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Platz 15 - SIDE Design Hotel Hamburg

Nach Hamburgern Hotel Klassikern, wie dem Grand Elysee oder dem Hotel Atlantik, hatte ich mir für dieses Jahr ein neues Ziel auf die Flagge geschrieben: das SIDE Design Hotel am Hamburger Gänsemarkt.

 

Ich war dort schon einmal für einen Tagesworkshop zu Besuch und war schlichtweg angetan vom Inneren des Gebäudes (von außen sieht es eher unscheinbar und wie ein Mini-Hochhaus aus). Also warum nicht dort einfach mal nächtigen und dann entspannt und ausgiebig den hotel-eigenen Spa-Bereich für Euch auskundschaften.

Ab ins Hotelzimmer, ab in meinen Saunameister-Bademantel (psssst… jetzt auch in meinem Online Shop erhältlich), ab in den Fahrstuhl und dann ab ins… Spa… Aber wie komme ich da nur hin? :D Klar, im Fahrstuhl ist ein Knopf für den Spa Bereich (der übrigens im 3. (!) Untergeschoss liegt – finde ich sehr imposant), aber irgendwie wollte dieser nicht.

 

Da das Hotel, das Ambiente und die Mitarbeiter so außerordentlich stilvoll auftreten, wollte ich nicht im Bademantel zur Rezeption stiefeln. Also wieder ins Zimmer und normale Sachen anziehen. Unten an der Rezeption habe ich dann erfahren, dass man sich wegen Corona einen 1-stündigen Zeitslot buchen muss und maximal 3 Haushalte sich im Spa aufhalten dürfen. Zu meinem Glück waren direkt noch 2 Zeitslots frei. Also wieder hoch, wieder umziehen und wieder in den Fahrstuhl. Und siehe da, meine neue Zauberkarte von der Rezeption funktioniert und kutschiert mich in das 3. Untergeschoss.

 

Dort angekommen sieht man direkt, dass es im Design-Hotel natürlich ein Design-Spa geben muss. Vom Eingangsbereich bis zu den Lockern und Umziehkabinen / Privatduschen. Es kam so ein bisschen das Gefühl eines „Beach-House“ auf und man fühlte sich glatt wohl hier. Und während ich wie so ein Bescheuerter leere Privatduschen fotografierte, kam eins meiner Lieblingsgeräusche unmittelbar in mein Ohr gedrungen: plätscherndes Wasser. JACKPOT. Ein Schwimmbecken ist eine echte Aufwertung für ein Hotel-Spa! Supa-dupa-Premium wird es dann noch mit einem Whirlpool.

A la „Herzblatt“ öffnete ich langsam die milchige Zugangstür zum Spa. Trommelwirbel in meinem Kopf. Und schon wieder: Jackpot! Und was für einer. Schwimmbecken, Whirlpool, tausende Handtücher, Kuschelecken, Holzliegen und alles in einem sehr stilvollen farbigen Mix. Nennt sich sowas dann „Design-Wellness“? Zu viele Fragen in meinem Kopf. Entspannung musste her. Zu meinem Glück war ich zu dem Zeitpunkt auch noch der einzige Haushalt im Spa und konnte mich richtig austoben und auch nackt herumtanzen.

 

Erst schwimmen oder erst saunieren? Natürlich erst duschen. Der Plan stand. Erst in den heißen Whirlpool, dann in den kalten Swimming Pool und dann in der Sauna aufheizen und abschließend ein Nickerchen – vielleicht sogar im Whirlpool. Ich bin halt ein Genie. Ich stieg sogleich in den Whirlpool und in dem Moment ereilte mich auch schon die größte Enttäuschung des Tages. Der Whirlpool (zwar dauerhaft mit eingeschalteten Massagedüsen) war für einen Whirlpool eiskalt bzw. von der Temperatur her genauso wie der Swimming Pool. Und dann habe ich auch erst gesehen, dass auf der Hauptseite das Überlaufwasser des Whirlpools in den Swimmingpool läuft. Ist diese Verbindung vielleicht der Grund für die Gleichstellung der Temperatur? Ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass ich es keine 2 Minuten im Whirlpool aushielt…. Für einen Swimming Pool ist die Temperatur akzeptabel, da man sich bewegt. Aber für einen Whirlpool, in dem man stundenlang dahinvegetieren will leider gar nicht.

Ausgekühlt habe ich mich in den Saunabereich begeben und hier gab es dann eine weitere kleine Überraschung, denn neben der klassischen Sauna befand sich ein Dampfbad. Nicht jedes Hotel führt auch ein Dampfbad und die meisten blieben während Corona immer noch geschlossen. Trotzdem erst in die Sauna. Denn der Wechsel von der Sauna ins Dampfbad geht schneller als andersherum.

 

Die Sauna ist solide und relativ groß für ein Hotel-Spa mit bis zu 3 Ebenen. Es gibt kein manuelles oder automatisches Aufguss-System. Schlichtweg sind keine Aufgüsse möglich. Mein klarer Favorit sind selbstgemachte Aufgüsse mit reinem Wasser. Aber am Ende ist kein Aufguss besser, als ein mit Formaldehyd verbandelter Aufguss von klassischen Aufgussmitteln. Entspannung kehrt ein und ich mache es mir gemütlich. Aber nicht einschlafen!

 

Die Sauna hat gut geballert, also schnell raus und eiskalt abbrausen und dann eine Pause, ach was, schnell noch ins Dampfbad. Aus hygienischen Gründen (und vor allem in einem Hotel Spa mit tausenden Handtüchern) sitze ich im Dampfbad ebenfalls auf einem Handtuch. Und dann erwartungsvoll dem Mysterium Dampfbad zuschauen. Wann kommt der Dampf? Wie viel Dampf kommt? Wann fallen die ersten heißen Wassertropfen von der Decke auf mich herunter? Der Dampf kam zügig und in großen Mengen. Gefällt mir. Nach kurzer Zeit stand ich dann auf und machte einen auf wilde Dampfmaschine und war mit allen Körperteilen nur wild am rumrudern, um noch etwas mehr Hitze auf der Haut für mich zu produzieren.

Nun aber Pause. Unter der Dusche kurz abgebraust. Dann wieder 2 Minuten in den kalten Whirlpool, um abzukühlen. Ab auf die Liege und ja nicht einsch..la..f… WEG. Wollte mir eigentlich noch einen Wecker stellen, aber dann war es um mich geschehen. Zu meinem Glück kam nach circa 30 Minuten eine Familie mit kleinen Kindern rein, die wild am rumbölken waren und mich geweckt haben. Danach wurde es natürlich etwas unentspannter im Spa-Bereich, aber dafür kann ja niemand etwas. Und selbstverständlich erklärten die beiden kleinen Kinder den Swimming Pool und den Whirlpool zu ihrem privaten Territorium, sodass man gar nicht mehr vermag sich dort hinzubegeben. Aber man will Kinder ja auch Kinder sein lassen.

 

Es gab zum Abschluss noch jeweils zwei Kombi-Runden aus Sauna und Dampfbad und dann war ich zufrieden und startklar für meine restliche Abendplanung. So kann man gut in den Abend starten.

 

Am nächsten Morgen habe ich von 7 – 8 Uhr auch noch einmal die Frühshoppen-Runde alleine im Spa gedreht, um wieder klar zu kommen und alle Giftstoffe auszuschwitzen. Was für ein Start in den Tag.

 

Kritik gibt es nur bezüglich des kalten Whirlpools, zu kleiner Handtücher (zum Schwimmen gut geeignet, fürs Saunieren oder als Liegen-Unterlage leider nicht geeignet) und eine etwas steril wirkende Sauna-Ecke (hier hätte man den Farbenfrohmut weiter fortführen können).

 

Aber alles in allem hält der Spa-Bereich was das Hotel selbst auch im Grundsatz verspricht: Stil, Eleganz, Frohmut und ein Hauch von Luxus.

 

 

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