Sauna-Ranking Plätze 11 - 16



Platz 11 - Energy Clinic (Hotel Atlantic Kempinski)

Wenn der Saunameister Sven höchstpersönlich schonmal Geburtstag hat, dann muss er sich auch was gönnen. Irgendwas mit Sauna. Irgendwas Außergewöhnliches. Therme ist damit raus – zu „Mainstream“ und das Badewasser voller Pipi. Also fix an den Rechner geschwungen und nach Day Spas in der Umgebung gesucht. (Für die unbescholtenen Gesichter unter Euch: Ein Day Spa ist in der Regel das Spa eines Hotels, welches man auch als Externer nutzen darf.)

 

Kurz gesucht und fündig geworden: Die „Energy Clinic“ vom weltweit bekannten Atlantic Hotel an der Alster. Die Website und deren Bilder verstand ich so als könne man vom Schwimmbecken aus direkt auf die Alster schauen – bei den traumhaften Wetterprognosen wäre das ein riesen Schmankerl. Und außerdem wollte ich der Alster und all seinen Spaziergängen schon immer mal meinen Hosenschlagbaum kredenzen. Das Risiko Udo Lindenberg nackt in der Sauna zu begegnen habe ich als gering eingeschätzt (im Sinne des Eigenschutzes und weil mein Anblick seiner Gesundheut bestimmt auch nicht gut getan hätte).

 

Gesagt, getan, gebucht. Und da es mein Geburtstag war, haben wir uns auch bequem mit dem Moia an die Alster kutschieren lassen, bis wir vor dem monumentalen Gebäude des Atlantic Hotels standen. Wobei man der Fassade ansehen konnte, dass das Gebäude schon etwas älter ist (älter als Udo?). Den Prunk-Palast betreten, sind wir in der Lobby gelandet. War nicht mein erste Lobby, aber wenn es danach geht vielleicht die erste Richtige. Größe eines Konzertsaals, 35 Rezeptionisten, ein Kamin und Menschen, denen man ihren Reichtum ansehen konnte. Kein Problem für mich und kein Neid, aber das Interesse an der Ausgestaltung des Day Spas wuchs ungemein.

Im Day Spa angekommen wurden wir freundlichst empfangen und uns wurden sogar die Jacken abgenommen – da fühlt sich der Kaiser schnell mal wie ein König. Bademantel, Schlappen und Handtücher gab es gleich dazu. Die Kabinen zum Umziehen sind getrennt gewesen, aber dafür sehr maritim eingerichtet – für einen Nordmann wie mich kam ein sehr heimeliges Gefühl auf.

 

Auf dem Weg zum eigentlichen Spa aus der Kabine ist mir aufgefallen, dass es noch einen Zwischengang zwischen den beiden Umkleiden gab. Mit den Duschen. Und der Sauna. Also von dem gepflegten ersten Gang zur Dusche, fällt man direkt gewollt oder ungewollt in die Sauna. Und das passierte auch uns. Die Sauna war leer, frei von Dämpfen und Aromen vorheriger Aufgüsse und ordentlich temperiert (90°, Old School Finnisch). Aufgüsse waren mit dem Aroma-freien Eimer individuell gestaltbar. Da die Umkleiden ebenfalls sehr leer waren, war ich schon voller Hoffnung an meinem eigenen Geburtstag dieses luxuriöse Day Spa für uns alleine zu haben.

Aber Pustekuchen… Denn als wir aus der Sauna raus, jeweils zurück in die jeweils eigengeschlechtlichen Umkleiden und über diesen Weg in den „Hauptraum“ das Day Spas gingen, wurde mir das Unheil bewusst: Es lag doch glatt eine einzige weitere Person auf den Liegen! :D

 

Kurzer Spoiler: Es war wirklich einer der größten Vorteile, dass wir den ganzen Tag über das Day Spa nie mit mehr als 3 weiteren Personen teilen mussten. Demnach war es immer wundervoll ruhig.

 

Aber nach jedem Hoch, kommt meistens auch wieder ein Fall. Denn als ich an dem doch schon riesigen Pool stand (Hoch), vermisste ich irgendwie den Alsterblick. Vom Pool aus konnte man auf die Fassade des Nachbargebäudes schauen. Schade. Sehr schade. Wenn man in dem Spa Raum in die Raumnische links ging, konnte man durch den 10 Meter Spalt zwischen dem Atlantic und dem Nebengebäude die Alster erspähen. Als Optimist habe ich mich aber nicht einkriegen lassen, den kleinen Ausblick genossen (hey, besser als gar keiner). „Jetzt aber ab in den Pool“ bzw. das recht passable Schwimmbecken. Aber auch hier war die Vorfreude etwas zu groß oder der Pool war halt einfach mehr Schwimmbecken als Pool. Denn dieses „Wasserbecken“ war so kalt wie eine klassische 25 Meter Bahn, aber nur 10 Meter lang. Mein großer Schlagbaum verwandelte sich sofort in einen kleinen Ast vor Schreck, ich zog zwei Bahnen und dann war es mir zumindest für den Tag und den Anlass zu kalt.

Kurz gesagt haben wir einfach die Ruhe am Pool genossen, viel sauniert, auch mal in der Infrarotkabine gehockt, den Mini-Ausblick auf die Alster genossen und richtig richtig viel geschlafen. Wenn man seine Ruhe haben will ist man hier wahrscheinlich richtig aufgehoben, sofern es einem das Geld und das Risiko Udo Lindenberg nackt zu sehen wert ist.

 

Hier geht es zur Energy Clinic: https://energyclinic.de/

 

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Platz 12 - Best Western Premier Parkhotel Engelsburg

Im Mai 2019 bin ich in Herne bei Düsseldorf beruflich unterwegs gewesen und durfte das Glück genießen im Parkhotel Engelsburg untergebracht zu sein. An der Rezeption wurde ich sogleich mit Bademantel und Slippern ausgestattet. Das Spa befindet sich selbst im Keller. Nach kurzer Zimmerpause machte ich mich auf in den Keller. Sieht es dort vielleicht so aus wie in meinem Keller? Dunkel und nass?

 

Im Gegenteil: Es handelt sich um ein altes Kellergewölbe in warmen Farben. Ausgestattet ist das Hotel Spa mit einer 80° Sauna und einem Dampfbad. Beides wurde erst einmal ausgiebig von mir inspiziert und in aller Ruhe genossen, da ich komplett alleine war und es auch bleiben sollte. 

Im Gegenteil: Es handelt sich um ein altes Kellergewölbe in warmen Farben. Ausgestattet ist das Hotel Spa mit einer 80° Sauna und einem Dampfbad. Beides wurde erst einmal ausgiebig von mir inspiziert und in aller Ruhe genossen, da ich komplett alleine war und es auch bleiben sollte. Nach getaner Arbeit bin ich in den Nebenraum mit den Liegen und musste als erste Tat die Musikanlage mit der Entspannungsmusik ausstellen, die in meinen Augen nicht entspannend war. Neben der Anlage befand sich noch die CD-Hülle – hätte aus einem Restposten (Rudies Resterampe o.ä.) sein können. In völliger Ruhe konnte ich mich dem Raum auch hingeben. Passend zum Hotelnamen waren die Wände mit Bildern von Engeln bemalt und die großen Gewölbe waren mal eine Wohltat zu den sonst meist immer gleich gekachelten und aussehenden, einfachen Spas in den meisten Thermen und Hotels.

 

Handtücher, Getränke und was das Herz so begehrt befanden sich vor Ort. Und auf Wunsch lässt die Rezeption die Sauna rund um die Uhr anschmeißen und laufen. Eine All night long Sauna im Hotel – welch ein Service.

Unter den Hotelspas ist dieses abgesehen von einem fehlenden Becken mit Nass sehr zu empfehlen.

 

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Zur Website: http://www.parkhotel-engelsburg.de/


Platz 13 - Le Méridien Hamburg

Im vergangenen Herbst hatte ich über den Hamburger Schlemmerblock einen Gutschein für das Le Meridian Spa an der Hamburger Alster. 2 Personen für 1 – also habe ich kurzerhand spontan meinen Arbeitskollegen Bernd nach getaner Arbeit eingepackt und wir sind an die Alster gefahren. Nach gefühlten 2 Stunden Parkplatzsuche konnten wir endlich das Le Meridian betreten. Fühlte sich schon komisch an mit einer großen Ikea-Tüte und Bademantel so einen Edelbunker zu betreten. Locker leicht bin ich dann zur Rezeption stolziert wo man uns den Weg zum Spa weiste. Dort erwartete uns ein kleiner Tresen mit Empfang. In der Umkleidekabine, die mich an mein Fitness-Studio erinnerte, hatten wir auch Startschwierigkeiten was den Schließmechanismus der Schränke anging. Aber wäre je gelacht, wenn wir das nicht gewuppt bekommen hätten.

 

 

In dem Gang neben der Umkleide befanden sich das auch die 80° Sauna und das Dampfbad, wobei wir unseren Fokus direkt auf die Sauna legten. Nach ein paar entspannten Saunarunden wollten wir müden Männer etwas zur Ruhe kommen und begaben uns an den Pool mit seinen Liegen. Der große Pool verschaffte dem Spa so ein bisschen Schwimmbad-Atmosphäre, aber zum Glück war wenig los und auch keine Kinder anwesend. Nach einem kurzen Nickerchen wollte ich mir etwas die Beine am Becken vertreten, bis Bernd mich für ein paar Fotos am Beckenrand im Saunameister Sven Bademantel posen lies. 

Das Fotoshooting erregte bei ein paar benachbarten Liegen bei zwei Damen die Aufmerksamkeit, vor allem bezogen auf meinen Bademantel und die Frage wer Saunameister Sven sei. Kurzerhand erzählte ich in gewohnter Manier meine Geschichte. Die Damen waren so begeistert, dass sie eine Vorführung meiner Künste in der Sauna verlangten. Und eine solche Bitte lässt der Saunameister doch nicht einfach im Raume stehen. Kurzerhand habe ich die 3 schon einmal vorgeschickt und mich aufgewärmt und dann betrat ich im klassischen Stile die Sauna und stellte mich vor. Zu meinem Verwundern lagen noch 3 weitere unbekannte Personen in der Sauna, die meinen Überfall nun über sich ergehen lassen mussten. Es wurde viel geschwungen, geschlackert, gewedelt und gelacht und nach knappen 15 Minuten verließen alle glücklich und rot (vor Schwitzen und Scham) die Sauna. Selbst drehte ich noch ein paar Runden bis wir dann auch das Spa verließen.

Das Spa ist für ein Hotel sehr sauber und ganz gut ausgestattet. Leider ist der Preis von ca. 30 € pro Person in meinen Augen keineswegs gerechtfertigt. Dafür fehlt einfach die Leistung. Leider gibt es auch keinen richtigen Ruhebereich. Ein draußen gelegener Ruhebereich mit Blick auf die Alster und Hamburg würde das Blatt wenden, aber leider ist dem hier nicht so.

 

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Zur Website: https://www.marriott.com/hotels/travel/hammd-le-meridien-hamburg/


Platz 14 - Sport- & Vital-Resort Neuer Hennings Hof

Im letzten Sommer im tiefen Osten unterwegs gewesen und eine Nacht im „Neuer Hennings Hof“ verbracht. Dort eine ziemlich geile Hütte mit Blick auf den See gehabt. Die Hütten waren so angeordnet und separat gelegen, dass man dachte man würde sich in einer Privatstraße befinden. Aber für den See und den Ausblick blieb gar nicht viel Zeit. Ich hatte Wichtigeres zu tun: die Sauna inspizieren! Die gelände-eigene Sauna befand sich im Hauptgebäude, in dem man sich ziemlich gut verlaufen konnte, wenn man sich nicht zuvor schon auf dem Gelände verlaufen hat.

 

Über ein extra Armband von der Rezeption konnte man den Spa- und Schwimmbad-Bereich betreten und kam zugleich in die Umkleide. Leider war der Boden etwas sehr sehr dreckig und führte bei mir zu leichtem Unbehagen. Aber vielleicht lag es auch nur daran, dass ein paar Wacken-Fans zu spät ins normale Leben zurückgekehrt sind und hier die letzte Ölung gesucht haben inkl. vorheriger Schlammschlacht in der Kabine. Aber so war zumindest die Hoffnung groß, dass das Spa selbst sauber(er) ist.

Von der schmuddeligen Umkleide gelangte ich in den Schwimmbereich. Nun ja, hier muss man dem Neuer Hennings Hof wirklich zu Gute kommen lassen, dass für ein Hotel wie dieses viel Geld für ein riesiges, gar pompöses Schwimmbecken in die Hand genommen wurde. Vielleicht für den örtlichen Ruderclub oder den Wasserballverein (Wasserball = Schwimmen für Testosteron-Tiere wie mich). Aber leider war mir den Tag gar nicht so zu Schwimmen zu Mute, denn ich hatte auch keine Badehose mit und wollte die anderen Gäste nicht vergraulen. Und zudem heiß ich ja auch nicht ohne Grund Saunameister Sven und nicht Bademeister Sven.

Rechts gelegen konnte ich den Durchgang zum Nackedei-Spa-Bereich erspähen und musste sofort eintreten – mächtig und imposant wie ein nackter griechischer Gott. Und wie es das Schicksal wollte, war der gesamte Spa-Bereich im Design des antiken Griechenlands gehalten. Fortan sprach ich mich in diesem Spa selbst nur noch mit „Svenokulos“ (dem grieschen Gott der Nacktheit) an.

 

Überall an der Wand befanden sich Malereien des alten Griechenlands und das Mauerwerk wurde im entsprechenden Stil gehalten. Der Spa Bereich war wie ein langer Schlauch. Auf der rechten Seite befanden sich die vier Saunen (für ein Hotel schon eine beachtliche Anzahl!). Ich fühlte mich wie damals in meiner Kindheit im Fernsehen: „1, 2 oder 3, ob Du wirklich richtig gehst, spürst Du wenn Dir die Hitze in die Fresse bläst.

Ich mag es aber gerne einfach und bin einfach von warm nach heiß vorgegangen. Zumal ich auch mutterseelenallein im Spa war und deswegen auch außerhalb der Sauna nackig rumgestiefelt bin (außer für die Fotos). Und selbst wenn nicht, hätte ich als Svenokulos trotzdem allen mein göttliches Gemächt zeigen müssen. Aber naja, zurück zu den Saunen:

 

Als Erstes kam das Römerbad mit 45° (die spinnen ja auch die Römer). Entspannt einen gefühlten Waschgang im gut gedampften Dampfbad absolviert, wollte ich lieber ins normale Saunieren einsteigen und gemäß meines Plans kam nun die Klima-Sauna mit 55°. Ich versteh ehrlich gesagt nicht ganz warum es solche Saunen gibt, denn ich habe schon so machen Sommerurlaub gemacht, der gefühlt heißer war, als diese Sauna. Aber das größte Problem ist wie immer die Versuchung in einer solchen Sauna nicht einzuschlafen.

Auf zur nächsten Challenge und damit ab in die Kristall-Sauna bei 75° - genau mein Ding. In der Mitte steht ein wunderschöner Salzkristall. Aber dann hört es auch schon wieder auf. Also kurz die milde Hitze genossen und dann das Profi-Level anvisiert: die Finn-Sauna (ob die Griechen damals schon von den Finnen wussten?). Bei 85° Grad ließ es sich dann doch richtig gut schwitzen. Ein wunderschöner Ausklang der Reihe. Der Sauna-Törn hat wirklich Spaß gemacht.

 

Ich habe mich nach der griechischen Finn-Sauna nach einer Abkühlung gesehnt, aber leider war das Kältebecken leer und die Ruhezonen für meine Verhältnisse auch leider nicht so ansprechend. Also was hilft gegen eine selbst verursachte Hitzewallung? Weniger Hitze! Also bin ich diesmal von heiß nach warm die Saunen noch einmal rückwärts abgelaufen. In das große Schwimmbecken wollte ich mich aber zum Beispiel auch nicht begeben, da ich wenn dem langen Aal etwas Auslauf gönnen wollte. Aber wir wollten ja nicht die Tierschützer und Angler der Umgebung auf den Zettel rufen.

Also wer auf griechischen Flair und ein paar ausgiebige Schwimmrunden mit einer größeren Saunenvielfalt steht, der ist hier an der richtigen Adresse (sofern man sich nicht auf dem Gelände verläuft).

Aber vielleicht darf man ja auch nackt übers Gelände flitzen und in den hauseigenen See springen? Das müsst ihr aber wohl selbst herausfinden…

 

 

Hier geht's zur Website vom Neuer Hennings Hof: http://www.neuer-hennings-hof.de/

 

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Platz 15 - Arcotel Onyx Hamburg

Es war einmal… Dezember 2018. Und ob ihr es glauben wollt oder nicht – an dem Tag, als ich in dieser Sauna war, da fielen ca. 30cm Neuschnee in der Nacht. Hach, was für eine Weihnachtspracht…

Aber darum geht es ja gar nicht, gebt fein Acht. Genug der Reime…

 

Anfang Dezember 2018 zog es mich in das Arcotel Onyx auf der Reeperbahn in Hamburg. Wenn man schon mal auf der Reeperbahn unterwegs ist, dann kann man auch gleich das vermeintlich schönste Hotel inspizieren. „Lustvoll“ trifft es allemal. Das Hotel selbst wirkt sehr, sehr elegant und die Zimmer weisen einen lokalen, maritimen Stil auf. UND es gab eine kleine Begrüßungsbox mit lokalen Spezialitäten (u.a. ein Kondom :D).

Aber eigentlich wollte ich in die Sauna. So wie immer habe ich mich bereits in meinem Hotelzimmer nackig gemacht und nur den Bademantel übergestreift, um mich zeremoniell durch das halbe Hotel ins Spa aufzumachen. Dies war auch schwerer als gedacht, sodass ich mich sogar durch die große Lobby zur Rezeption durchkämpfen musste, um mich noch einmal zu erkundigen – sehr zur Freude aller Anwesenden. Witziger weise war der Spa-Zugang direkt neben den Aufzügen. Manchmal sieht man halt den Zugang vor lauter Aufzügen nicht (oder wie auch immer das Sprichwort ging).

 

Letztendlich habe ich meinen Jakobsweg bestritten und bin im Spa gelandet. Der Eingangsbereich klein und beschaulich. Links das kleine Fitness-Studio (hat auch mit Schweiß zu, ist aber langweiliger Schweiß in meinen Augen :D) mit ein paar Gerätschaften. Daneben die Umkleide, ebenfalls klein und erinnerte mich mit seinen Spinten an ein Fitness-Studio. Es ging weiter in den Spa-Bereich. Vorne befand sich eine Art Lounge zum Ausruhen, Schnacken, Wasser oder Tee trinken (Bier gab es leider nicht, hatte aber zum Glück meinen Saunameister-Flachmann mit etwas Skin Gin dabei) und Entspannen.

 

Rechts davon ein geschlossener Raum mit Liegen und Decken – oh wie ich mich schon drauf freute die anderen 2 Gäste dort richtig schön zuzuschnarchen. Auf der anderen Wandseite befanden sich ein Dampfbad und die Sauna, links davon die Duschen und das wars. Klein, aber beschaulich. Den Saunameister-Bademantel abgestreift und erst einmal zum warm werden in das Dampfbad. Das Dampfbad war gefühlt etwas kälter als üblich, hat dafür aber dennoch richtig ordentlich gedampft – eine schöne Kombi, da ich halb blind entspannt knappe 20 Minuten im Dampfbad bleiben konnte. Und dann Pause – Iwo! Ab in die Finnische Sauna bei 95 Grad. Entspannter weise stand ein Sauna-Eimer zur Verfügung, den ich auch gleich startklar zum Aufguss gemacht habe. Die Finnische Sauna ist sehr beschaulich. 3 - 5 Personen finden darin aber gut Platz. Und Gegensätze ziehen sich an und ergänzen sich gut – die 95 Grad Sauna hat sich komischerweise wie 105 Grad angefühlt. Ein besonderes Erlebnis und der Aufguss fiel nur sehr minimal aus, weil es einfach zu heiß war; und der Skin Gin hat mehr denn je in der Kehle gebrannt.

 

Zum Ausruhen habe ich mir dann die Lounge auserkoren. Entspannte Sessel, dazu einen Tee, Wasser und etwas Skin Gin (ich hätte vielleicht mal ausprobieren sollen mir einen Gin-Grog mir zuzubereiten). Im Sessel niedergelassen fiel mir erst der riesige Vorhang auf. Und dahinter? Eine riesige Glasfassade – und bedenkt: der Spa-Bereich befindet sich im Erdgeschoss! Und hinter dem Fenster lag tatsächlich direkt eine öffentliche Straße! Schon ein bisschen frech, aber immerhin kann jeder Gast selbst entscheiden, ob und was er alles zeigen möchte. Kurzerhand entschloss ich mich dazu den großen Vorhang aufzuziehen und mich lasziv in den Sessel zu setzen, der zum Fenster gerichtet war.

 

Ich muss ehrlich sagen, dass dies wirklich das Highlight meines dortigen Abends war. Es gab zwar keinen Halligalli auf der Nabenstraße, aber dennoch liefen einige Menschen an der Scheibe vorbei und sahen mich. Die vorbeigehenden Leute erschraken, lachten, schmunzelten, genossen (manchmal blieben sie länger stehen und inspizierten erst einmal alles) und feierten mich. Ich muss an dieser Stelle auch zugeben, dass es möglichweise passierte, dass so mancher mehr sah als ihm vielleicht lieb war. So etwas kann man aber auch nur auf der Reeperbahn machen (und damit meine ich einerseits mich und andererseits die Architekten des Spas).

 

 Im Anschluss drehte ich noch eine identische Runde zum Anfang durch Sauna und Dampfbad und lies den Abend auf einer der Ruheliegen dann inklusive meiner hauseigenen Schnarchparade ausklingen.

 

Wer also ein Hotel sucht, um sich auf dem Kiez auf jegliche Art und Weise auszutoben, und nicht auf jeden Groschen achten muss, der ist hier an der richtigen Stelle. Und noch einmal Chapeau uns Dampfbad und den Vorhang!

 

 

Hier geht es zur Website vom Arcotel Onyx: https://onyx.arcotel.com/de/

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Platz 16 - Aquarama Kristiansand (Norwegen)

Ich habe mit meiner Freundin den Sommer über in Norwegen verbracht. Ein drei-wöchiger Road Trip durch das Nirvana der nordischen Welthalbkugel. Wildcampen, eins werden mit der Natur… Leider hatte die Natur auch ihre Schattenseiten für uns, sodass wir zum Ende der Reise in die Situation der Reue kamen, dass wir nur einen SUV Mietwagen hatten und keinen Camper oder Wohnmobil. Der Wettergott war uns nämlich nicht mehr hold und ließ es die letzten 3 Tage durchregnen, weswegen wir uns leider im Mietwagen einhausen mussten und dort die Zeit über eingepfercht waren.

ABER Abhilfe war in Sicht, denn in unserem norwegischen Abfahrthafen Kristiansand sollte es eine Therme geben. Also schmiedeten wir den Plan den letzten vollständigen Tag komplett in der Therme zu verbringen. Also saunieren, schwimmen, schlafen, repeat.

Guter Dinge haben wir uns auf zur Therme gemacht, die von außen wiederum doch eher etwas klein und heruntergekommen aussah. Wir hatten einfach die Hoffnung „Außen Pfui, Innen Hui“. Im Schwimmbereich angekommen, fanden wir 2 Schwimmbecken, einen Sprungturm und ein paar Rutschen vor. Aber egal, wir wollten nur schnellstmöglich ins Spa, weil uns arschkalt war. Über den gesonderten Zugang gelangten wir endlich ins Spa. Ins Spa… sorry, das war kein Spa… keine Therme, kein gar nix… mir fielen und fallen leider keine Worte für die dortigen Zustände ein.

 

Die Gesamtfläche des sogenannten Spa glich eher einer klitzekleinen 50qm Wohnung als allem anderen. Direkt nebeneinander lagen zwei SB-Saunen und ein Dampfbad. Direkt daneben befan sich ein kleines Wärmebecken und zwei offene Duschen zur Abkühlung. Am Ende des Ganges war noch eine weitere Tür gelegen, allerdings war diese verschlossen. Aber wo nun hin mit unsere Sachen? Keine Ahnung, es gab keine Umkleidekabinen oder Stauraum und darüber hinaus direkt am Wärmebecken lediglich 2 etwas heruntergekommene Sessel. Noch waren wir alleine, aber wo wollen sich all die Leute ausbreiten und niederlassen wenn es voll wird? Ein unbekanntes und nicht lösbares Rätsel.

Mit der Zeit wurde es dann auch voller im sogenannten Spa und das Chaos nahm seinen Lauf… Mit der Zeit stand der Gang ziemlich unter Wasser durch den hohen Durchlauf in den Duschen und dem Wärmebad. Das Wärmebecken und die beiden Saunen waren durchgängig sehr voll – zu voll, aber wo sollten die ganzen Menschen denn auch sonst hin. Die beiden Saunen hatten lediglich einen Vorteil, und zwar waren es SB-Saunen, in denen die Gäste die Aufgüsse selber machten. Und da es sich um die nordischen Länder und den Ursprungs des Saunierens handelte, war das zur Verfügung gestellte Aufgusswasser ohne lästige Zusatzstoffe oder Öle. Das waren dann aber auch schon alle positiven Aspekte dieses Ortes. Denn der nächste Kritikpunkt kam sogleich – Nacktheit war absolut verboten in dem Bereich. In der Sauna und der ganzen „Fläche“ musste man Badesachen tragen. Nackt ein Handtuch umzuwerfen war ebenfalls untersagt. Für mich gibt es nichts Schlimmeres als ein Badesachenkult in der Sauna. In meinen Augen unästhetisch, unpassend und die Bänke in der Sauna waren die ganze Zeit klitschnass.

Nach ein paar Runden des Saunierens wollte ich abschließend im Wärmebecken noch ein bisschen dahinvegetieren. Als ich dort so lag und um mich schaute, fiel mir auf das nebenan eine Frau in einem der Fußwärme-Becken sich die Beine rasierte. Mir wurde bei dem Anblick einfach nur schlecht und wir entschieden uns in dem Moment da Spa wieder zu verlassen.

Zwischenzeitlich wurde aber auch die geheimnisvolle Tür am Ende des Ganges aufgeschlossen, hinter welchem sich ein Schwimmbecken befand. Aber auch hier gab es keine Liegen und nur 2 weitere der komischen Sessel. Das Schwimmbecken wollte ich nutzen, um ein paar Bahnen zu kraulen. Nach 6 Runden musste ich aber auch dies abbrechen, weil das Wasser dermaßen überchlort war, dass meine Augen höllisch brannten und ich gefühlt nichts mehr sehen konnten.

Zur Quintessenz lässt sich nur sagen, dass ich nicht noch einmal und auch nicht für umsonst dieses „Spa“ betreten würde und ich allen nur ans Herz legen kann, sich dort auf keinen Fall auszuprobieren.

 

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Zur Website: https://www.aquarama.no/