Sauna-Ranking Plätze 16 - 20



Platz 16 - Spa Beerland (Prag)

Deutschland, Spanien, Schweiz – Multikulti. Und so viel wie ich verreise, warum nicht einfach in den Auslandsurlauben paar Spas mitnehmen. Urlaub und Wellness passen ja auch wie Arsch auf Eimer. Und meine nächste Reise ging nach Prag. In das Land des Bieres. Und dem Land des Bier-Wellness! What? Ja, genau, Bier und Wellness passen auch wie Arsch auf Eimer. Und zum Glück bin ich 5 Tage vor der Reise per Zufall darauf gekommen, dass es in Prag ja diese ominösen Bier-Spas geben soll. Und noch mehr Schwein gehabt, denn trotz der kurzfristigen Ideenbombe und Eingebung haben wir tatsächlich noch eine Stunde in einem Bier Spa zentral in Prag und nah an unserer Unterkunft buchen können. Der Preis war zwar absolut außerirdisch und übertrieben, aber ich bin ein Spacko und was macht ein Spacko nicht alles für so ein ko(s)misches Erlebnis.

Ab nach Prag. Am Tag der Tage zur Vorbereitung auf den Trip schonmal ein Bier zum Frühstück gezischt, um im Mood zu sein. Kurzer Fußweg zum Bier Spa. Bis auf ein paar Meter Entfernung unscheinbar und eigentlich gar nicht ersichtlich. Aber beim Betreten kommt einem schon so ein ungewöhnliches Gefühl von übertriebenem, fast schon unnötigen Luxus entgegengeschwallt.

 

Wir durften in den Keller bzw. das Untergeschoss und dort dann ebenfalls durch eine der vielen eher unscheinbaren Türen. Hinter der Tür befanden wir uns im Locker Room, einem kleinen Umkleideraum mit mehreren Spinten. Das von uns gebuchte Bier Spa ist für bis zu 6 Personen ausgelegt, aber sowas kann man sich auch mal zu zweit gönnen. Gegenüberliegend befand sich das Badezimmer mit entspannter Regendusche.

 

Auf dem Weg zu den Bierbottichen sind wir linksseitig an der Hopfen-Sauna vorbeigegangen und rechtsseitig an der „Duschwelt“ (bestehend aus Dusche und Sauna-Eimer). Dahinterliegend kam dann das Herzstück des Ganzen: die Bierbäder.

Kleine Badezuber oder eher kleine hölzerne Badefässer. Die Zuber waren auch schon mit „Wasser“ gefüllt. Die nette Mitarbeiterin erzählte uns, dass unser Badewasser zu 60% aus Bier und zu 40% aus Wasser besteht (vielleicht aus nachhaltigen Gründen?). Zusätzlich hat sie vor unseren Augen in einem kleinen Eimer einen Sud aus Bier, frischer Hefe und Weizen angerührt und ebenfalls ins Wasser gegeben, um den heilenden Effekt von Bier durch seine Grundzutaten noch einmal zu verstärken.

 

Und dann kam auch schon das wichtigste Instrument ins Rennen: die Eieruhr. Mit den ganzen Erklärungen und Einweisungen hatte wir nur noch 55 Minuten übrig, von denen wir den Rest natürlich auch noch zum Duschen und Anziehen einplanen mussten. Also stand der Plan. 30 Minuten baden, 15 Minuten saunieren, 10 Minuten fertig machen. Und währenddessen? Bier trinken im Akkord. Denn direkt neben unserem Badezuber befand sich in wortwörtlich greifbarer Nähe unser privater, eigner Zapfhahn mit eisgekühltem Bier und der Freigabe, so viel trinken zu dürfen, wie wir können. Und ich muss vorab sagen: So ein Angebot sollte man mir niemals machen. Ganz großer Fehler.

 

Also schnell die Klamotten ausgeschält, nebenbei den ersten halben Humpen gekippt und dann in Unterwäsche in den Bottich gesprungen. In der Kurzfassung: 30 Minuten in einem 40 Grad heißen Bier-Wasser-Gemisch liegen und sich dabei ohne Pause ca. 3 Liter Bier reinprügeln ist je nach Ansichtsweise entweder eine richtig gute oder eine verdammt schlechte Idee gewesen.

Und nach so viele Bier, und Badezuber-Action – warum nicht noch für 15 Minuten mit einem eiskalten gezapften Bier in die Hopfensauna setzen? Im Prinzip war das wie ein Bootcamp für meine Festival-Sauna-Shows.

 

Und tatsächlich in der Hopfensauna riecht es auch nach Hopfen. Oder war das nur mein eigener Dunst? Jedenfalls für mich ein sehr angenehmer und auch hier entspannender Geruch. Eigene Aufgüsse bzw. überhaupt Aufgüsse waren nicht drin. So eine trockene Sauna kann aber auch mal ganz angenehm sein, vor allem wenn man das Flüssige auf anderem Wege zuführt. Die Sauna hat knackige 90 Grad. Das Holz ist in einer guten Verfassung und der Eingang vollverglast. In dem Kontext hätte man vielleicht die Positionierung der Sauna anders wählen können, weil man so nur auf den gegenüberliegenden Sanitärbereich geschaut hat, aber das mag auch Geschmacksache sein. Vielleicht finden die es toll beim Saunieren anderen Mitwirkenden beim Duschen zuzusehen und andersrum.

 

Nach etwas mehr als 10 Minuten und einem leeren Glas verließ ich die Sauna auch schon wieder. Die Zeit rannte ja auch wie nichts Gutes. Gegenüber von den Badezubern befand sich noch ein Heubett. Aus hygienischen und Anit-Kratz-Gründen fletzte ich mich dort noch mit einem Handtuch als Unterlage und meinem letzten Bier auf das Heu und ließ voller Entspannung die letzten Minuten verstreichen.

Zusammenfassend sollte jeder mal in einem Bier Spa gewesen sein, sofern man sich so einen dekadenten Quatsch leisten kann und will. Vielleicht sind bei dem einen oder anderen auch mehr als nur 1 Stunde drin, dann ähnelt der Ausflug wahrscheinlich auch mehr einem Wellness-Trip als einer Druckbetankung. An der Sauna lässt sich grundsätzlich nichts aussetzen. Einfach, schlicht, sauber, funktioniert – riecht nach Hopfen! Gerne besuche ich in den kommenden Jahren noch einmal ein Bier Spa.

 

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Hier geht es zur Website: https://www.beerspa-prague.cz/de


Platz 17 - MidSommerland (Hamburg)

Moin liebe Saunameister-Freunde,

 

als beherzter Hamburger muss ich natürlich auch die Hamburger Saunen inspizieren. 
Drum habe ich mich auf meinen Edelschimmel von Audi geworfen und bin ins MidSommerland unter die Elbe in den Hamburger Süden (ungemein als Italien bekannt) gefahren.

 

An dem Tag war leider mehr los als erwartet, sodass ich keine Fotos für Euch machen konnte. Da das norddeutsche Italien aber nur eine halbe Weltreise entfernt ist, werde ich dies für Euch natürlich noch nachholen.

20 Euro für die Tageskarte fand ich etwas happig, aber noch in Ordnung. Die Umkleiden sind bescheiden, aber wen interessiert das schon - ich wollte nur schnell in die Sauna und allen mein Hab und Gut kredenzen.

Gedacht, geschehen, bin ich im Saunabereich gelandet. Etwas eng und viel Trubel und die Saunen aneinander gereiht und mittendrin ein offener Ruheplatz oder eher Chill-Out-Area, weil von Ruhe weit und breit nichts zu merken war. 

Zum Start das Dampfbad - angenehm starker Dampf, so wie man es aus römischen Schwitzbädern kennt und die Sitze waren auch ganz gemütlich. Bei dem vorhandenen Verkehr hatte der Verdampfer aber auch ordentlich zu kämpfen. Zur Abrundung noch ein kleines Zuckerpeeling, weswegen das Dampfbad schlagartig aber eher an einen Mastbetrieb von Legehennen erinnerte. Typisch für deutschen Peeling-Tourismus.

 

Etwas müde von den Menschenmassen bin ich rüber in die Kaminsauna gewandert. Eine der größeren Saunen mit angenehmen 50 Grad. Perfekt, um ein kleines Nickerchen zu halten, in der Hoffnung nicht zu verschlafen und als speckiges Grillhähnchen zu enden. Mein Hosenthermometer sollte mich aber rechtzeitig vorwarnen.

Gestärkt vom Nickerchen habe ich die Starksauna im Innenbereich geskippt und den Außenbereich erkundet. Aus der Tür raus bin ich fast ins Kalttauchbecken gestolpert, konnte die Situation aber meisterlich mit einem halben unsportlichen Spagat retten. Aber mir gefällt ja Aufmerksamkeit.

Der fast schon riesige Außenbereich erinnert an eine Mischung aus schwedischer Seenlandschaft und japanischem Garten. In 2 Anschlusshäusern gibt es noch weitere Ruheräume, die aber leider auch gut überlaufen waren. In dem zweiten Haus befand sich im oberen Geschoss ein gemütliches Kaminzimmer, welches etwas ruhiger war. Sofort kam bei mir der Wunsch nach einer Zigarre auf, aber hier wird nur anderen Gelüsten gefröhnt. Das Kaminzimmer ist mit netten Stühlen ausgestattet, mir wären Liegen aber eindeutig lieber gewesen.

Weiter über das Gelände gestromert gibt es noch eine Bio-Sauna, die ich als ganz angenehm empfunden hatte.
Und dann kam.... etwas hinter Bäumen verschanzt... der grandiose Seeblick! Augen-Orgmasmus! Welch ein Seelenfrieden. Absolutes Highlight!

Und die Inhaber sind nicht ungescheit und haben direkt ans Ufer, halb auf dem See liegend, eine Sauna gebaut mit Vollverglasung als umfänglicher Seeblick. WOW! Der Anblick erinnerte mich sofort an meine schwimmende Sauna auf dem Pangea Festival - ein Stückchen Heimat und Herzensliebe.
Dort musste ich hinein, ich öffne die Tür und die Euphorie wird wieder ausgebremst... Aufgusstourismus... Mir kam ein Schwall an verschiedenen Aromen entgegen. War mir etwas too much. Schade drum, aber dennoch absolutes Highlight.

Wer also im Hamburger Umkreis eine schöne Sauna mit genialem Außenbereich sucht, der ist hier genau richtig.

Das MidSommerland erhält von mir 2,86 Saunameister-Punkte.

Bis zum nächsten Saunabesuch,

 

Euer Saunameister Sven

 

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Zur Website: https://www.baederland.de/bad/midsommerland.html


Platz 18 - Energy Clinic (Hotel Atlantic Kempinski)

Wenn der Saunameister Sven höchstpersönlich schonmal Geburtstag hat, dann muss er sich auch was gönnen. Irgendwas mit Sauna. Irgendwas Außergewöhnliches. Therme ist damit raus – zu „Mainstream“ und das Badewasser voller Pipi. Also fix an den Rechner geschwungen und nach Day Spas in der Umgebung gesucht. (Für die unbescholtenen Gesichter unter Euch: Ein Day Spa ist in der Regel das Spa eines Hotels, welches man auch als Externer nutzen darf.)

 

Kurz gesucht und fündig geworden: Die „Energy Clinic“ vom weltweit bekannten Atlantic Hotel an der Alster. Die Website und deren Bilder verstand ich so als könne man vom Schwimmbecken aus direkt auf die Alster schauen – bei den traumhaften Wetterprognosen wäre das ein riesen Schmankerl. Und außerdem wollte ich der Alster und all seinen Spaziergängen schon immer mal meinen Hosenschlagbaum kredenzen. Das Risiko Udo Lindenberg nackt in der Sauna zu begegnen habe ich als gering eingeschätzt (im Sinne des Eigenschutzes und weil mein Anblick seiner Gesundheut bestimmt auch nicht gut getan hätte).

 

Gesagt, getan, gebucht. Und da es mein Geburtstag war, haben wir uns auch bequem mit dem Moia an die Alster kutschieren lassen, bis wir vor dem monumentalen Gebäude des Atlantic Hotels standen. Wobei man der Fassade ansehen konnte, dass das Gebäude schon etwas älter ist (älter als Udo?). Den Prunk-Palast betreten, sind wir in der Lobby gelandet. War nicht mein erste Lobby, aber wenn es danach geht vielleicht die erste Richtige. Größe eines Konzertsaals, 35 Rezeptionisten, ein Kamin und Menschen, denen man ihren Reichtum ansehen konnte. Kein Problem für mich und kein Neid, aber das Interesse an der Ausgestaltung des Day Spas wuchs ungemein.

Im Day Spa angekommen wurden wir freundlichst empfangen und uns wurden sogar die Jacken abgenommen – da fühlt sich der Kaiser schnell mal wie ein König. Bademantel, Schlappen und Handtücher gab es gleich dazu. Die Kabinen zum Umziehen sind getrennt gewesen, aber dafür sehr maritim eingerichtet – für einen Nordmann wie mich kam ein sehr heimeliges Gefühl auf.

 

Auf dem Weg zum eigentlichen Spa aus der Kabine ist mir aufgefallen, dass es noch einen Zwischengang zwischen den beiden Umkleiden gab. Mit den Duschen. Und der Sauna. Also von dem gepflegten ersten Gang zur Dusche, fällt man direkt gewollt oder ungewollt in die Sauna. Und das passierte auch uns. Die Sauna war leer, frei von Dämpfen und Aromen vorheriger Aufgüsse und ordentlich temperiert (90°, Old School Finnisch). Aufgüsse waren mit dem Aroma-freien Eimer individuell gestaltbar. Da die Umkleiden ebenfalls sehr leer waren, war ich schon voller Hoffnung an meinem eigenen Geburtstag dieses luxuriöse Day Spa für uns alleine zu haben.

Aber Pustekuchen… Denn als wir aus der Sauna raus, jeweils zurück in die jeweils eigengeschlechtlichen Umkleiden und über diesen Weg in den „Hauptraum“ das Day Spas gingen, wurde mir das Unheil bewusst: Es lag doch glatt eine einzige weitere Person auf den Liegen! :D

 

Kurzer Spoiler: Es war wirklich einer der größten Vorteile, dass wir den ganzen Tag über das Day Spa nie mit mehr als 3 weiteren Personen teilen mussten. Demnach war es immer wundervoll ruhig.

 

Aber nach jedem Hoch, kommt meistens auch wieder ein Fall. Denn als ich an dem doch schon riesigen Pool stand (Hoch), vermisste ich irgendwie den Alsterblick. Vom Pool aus konnte man auf die Fassade des Nachbargebäudes schauen. Schade. Sehr schade. Wenn man in dem Spa Raum in die Raumnische links ging, konnte man durch den 10 Meter Spalt zwischen dem Atlantic und dem Nebengebäude die Alster erspähen. Als Optimist habe ich mich aber nicht einkriegen lassen, den kleinen Ausblick genossen (hey, besser als gar keiner). „Jetzt aber ab in den Pool“ bzw. das recht passable Schwimmbecken. Aber auch hier war die Vorfreude etwas zu groß oder der Pool war halt einfach mehr Schwimmbecken als Pool. Denn dieses „Wasserbecken“ war so kalt wie eine klassische 25 Meter Bahn, aber nur 10 Meter lang. Mein großer Schlagbaum verwandelte sich sofort in einen kleinen Ast vor Schreck, ich zog zwei Bahnen und dann war es mir zumindest für den Tag und den Anlass zu kalt.

Kurz gesagt haben wir einfach die Ruhe am Pool genossen, viel sauniert, auch mal in der Infrarotkabine gehockt, den Mini-Ausblick auf die Alster genossen und richtig richtig viel geschlafen. Wenn man seine Ruhe haben will ist man hier wahrscheinlich richtig aufgehoben, sofern es einem das Geld und das Risiko Udo Lindenberg nackt zu sehen wert ist.

 

Hier geht es zur Energy Clinic: https://energyclinic.de/

 

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Platz 19 - Best Western Premier Parkhotel Engelsburg

Im Mai 2019 bin ich in Herne bei Düsseldorf beruflich unterwegs gewesen und durfte das Glück genießen im Parkhotel Engelsburg untergebracht zu sein. An der Rezeption wurde ich sogleich mit Bademantel und Slippern ausgestattet. Das Spa befindet sich selbst im Keller. Nach kurzer Zimmerpause machte ich mich auf in den Keller. Sieht es dort vielleicht so aus wie in meinem Keller? Dunkel und nass?

 

Im Gegenteil: Es handelt sich um ein altes Kellergewölbe in warmen Farben. Ausgestattet ist das Hotel Spa mit einer 80° Sauna und einem Dampfbad. Beides wurde erst einmal ausgiebig von mir inspiziert und in aller Ruhe genossen, da ich komplett alleine war und es auch bleiben sollte. 

Im Gegenteil: Es handelt sich um ein altes Kellergewölbe in warmen Farben. Ausgestattet ist das Hotel Spa mit einer 80° Sauna und einem Dampfbad. Beides wurde erst einmal ausgiebig von mir inspiziert und in aller Ruhe genossen, da ich komplett alleine war und es auch bleiben sollte. Nach getaner Arbeit bin ich in den Nebenraum mit den Liegen und musste als erste Tat die Musikanlage mit der Entspannungsmusik ausstellen, die in meinen Augen nicht entspannend war. Neben der Anlage befand sich noch die CD-Hülle – hätte aus einem Restposten (Rudies Resterampe o.ä.) sein können. In völliger Ruhe konnte ich mich dem Raum auch hingeben. Passend zum Hotelnamen waren die Wände mit Bildern von Engeln bemalt und die großen Gewölbe waren mal eine Wohltat zu den sonst meist immer gleich gekachelten und aussehenden, einfachen Spas in den meisten Thermen und Hotels.

 

Handtücher, Getränke und was das Herz so begehrt befanden sich vor Ort. Und auf Wunsch lässt die Rezeption die Sauna rund um die Uhr anschmeißen und laufen. Eine All night long Sauna im Hotel – welch ein Service.

Unter den Hotelspas ist dieses abgesehen von einem fehlenden Becken mit Nass sehr zu empfehlen.

 

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Zur Website: http://www.parkhotel-engelsburg.de/


Platz 20 - Le Méridien Hamburg

Im vergangenen Herbst hatte ich über den Hamburger Schlemmerblock einen Gutschein für das Le Meridian Spa an der Hamburger Alster. 2 Personen für 1 – also habe ich kurzerhand spontan meinen Arbeitskollegen Bernd nach getaner Arbeit eingepackt und wir sind an die Alster gefahren. Nach gefühlten 2 Stunden Parkplatzsuche konnten wir endlich das Le Meridian betreten. Fühlte sich schon komisch an mit einer großen Ikea-Tüte und Bademantel so einen Edelbunker zu betreten. Locker leicht bin ich dann zur Rezeption stolziert wo man uns den Weg zum Spa weiste. Dort erwartete uns ein kleiner Tresen mit Empfang. In der Umkleidekabine, die mich an mein Fitness-Studio erinnerte, hatten wir auch Startschwierigkeiten was den Schließmechanismus der Schränke anging. Aber wäre je gelacht, wenn wir das nicht gewuppt bekommen hätten.

 

 

In dem Gang neben der Umkleide befanden sich das auch die 80° Sauna und das Dampfbad, wobei wir unseren Fokus direkt auf die Sauna legten. Nach ein paar entspannten Saunarunden wollten wir müden Männer etwas zur Ruhe kommen und begaben uns an den Pool mit seinen Liegen. Der große Pool verschaffte dem Spa so ein bisschen Schwimmbad-Atmosphäre, aber zum Glück war wenig los und auch keine Kinder anwesend. Nach einem kurzen Nickerchen wollte ich mir etwas die Beine am Becken vertreten, bis Bernd mich für ein paar Fotos am Beckenrand im Saunameister Sven Bademantel posen lies. 

Das Fotoshooting erregte bei ein paar benachbarten Liegen bei zwei Damen die Aufmerksamkeit, vor allem bezogen auf meinen Bademantel und die Frage wer Saunameister Sven sei. Kurzerhand erzählte ich in gewohnter Manier meine Geschichte. Die Damen waren so begeistert, dass sie eine Vorführung meiner Künste in der Sauna verlangten. Und eine solche Bitte lässt der Saunameister doch nicht einfach im Raume stehen. Kurzerhand habe ich die 3 schon einmal vorgeschickt und mich aufgewärmt und dann betrat ich im klassischen Stile die Sauna und stellte mich vor. Zu meinem Verwundern lagen noch 3 weitere unbekannte Personen in der Sauna, die meinen Überfall nun über sich ergehen lassen mussten. Es wurde viel geschwungen, geschlackert, gewedelt und gelacht und nach knappen 15 Minuten verließen alle glücklich und rot (vor Schwitzen und Scham) die Sauna. Selbst drehte ich noch ein paar Runden bis wir dann auch das Spa verließen.

Das Spa ist für ein Hotel sehr sauber und ganz gut ausgestattet. Leider ist der Preis von ca. 30 € pro Person in meinen Augen keineswegs gerechtfertigt. Dafür fehlt einfach die Leistung. Leider gibt es auch keinen richtigen Ruhebereich. Ein draußen gelegener Ruhebereich mit Blick auf die Alster und Hamburg würde das Blatt wenden, aber leider ist dem hier nicht so.

 

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Zur Website: https://www.marriott.com/hotels/travel/hammd-le-meridien-hamburg/