Sauna-Ranking Plätze 16 - 20


Platz 16 - MidSommerland (Hamburg)

Moin liebe Saunameister-Freunde,

 

als beherzter Hamburger muss ich natürlich auch die Hamburger Saunen inspizieren. 
Drum habe ich mich auf meinen Edelschimmel von Audi geworfen und bin ins MidSommerland unter die Elbe in den Hamburger Süden (ungemein als Italien bekannt) gefahren.

 

An dem Tag war leider mehr los als erwartet, sodass ich keine Fotos für Euch machen konnte. Da das norddeutsche Italien aber nur eine halbe Weltreise entfernt ist, werde ich dies für Euch natürlich noch nachholen.

20 Euro für die Tageskarte fand ich etwas happig, aber noch in Ordnung. Die Umkleiden sind bescheiden, aber wen interessiert das schon - ich wollte nur schnell in die Sauna und allen mein Hab und Gut kredenzen.

Gedacht, geschehen, bin ich im Saunabereich gelandet. Etwas eng und viel Trubel und die Saunen aneinander gereiht und mittendrin ein offener Ruheplatz oder eher Chill-Out-Area, weil von Ruhe weit und breit nichts zu merken war. 

Zum Start das Dampfbad - angenehm starker Dampf, so wie man es aus römischen Schwitzbädern kennt und die Sitze waren auch ganz gemütlich. Bei dem vorhandenen Verkehr hatte der Verdampfer aber auch ordentlich zu kämpfen. Zur Abrundung noch ein kleines Zuckerpeeling, weswegen das Dampfbad schlagartig aber eher an einen Mastbetrieb von Legehennen erinnerte. Typisch für deutschen Peeling-Tourismus.

 

Etwas müde von den Menschenmassen bin ich rüber in die Kaminsauna gewandert. Eine der größeren Saunen mit angenehmen 50 Grad. Perfekt, um ein kleines Nickerchen zu halten, in der Hoffnung nicht zu verschlafen und als speckiges Grillhähnchen zu enden. Mein Hosenthermometer sollte mich aber rechtzeitig vorwarnen.

Gestärkt vom Nickerchen habe ich die Starksauna im Innenbereich geskippt und den Außenbereich erkundet. Aus der Tür raus bin ich fast ins Kalttauchbecken gestolpert, konnte die Situation aber meisterlich mit einem halben unsportlichen Spagat retten. Aber mir gefällt ja Aufmerksamkeit.

Der fast schon riesige Außenbereich erinnert an eine Mischung aus schwedischer Seenlandschaft und japanischem Garten. In 2 Anschlusshäusern gibt es noch weitere Ruheräume, die aber leider auch gut überlaufen waren. In dem zweiten Haus befand sich im oberen Geschoss ein gemütliches Kaminzimmer, welches etwas ruhiger war. Sofort kam bei mir der Wunsch nach einer Zigarre auf, aber hier wird nur anderen Gelüsten gefröhnt. Das Kaminzimmer ist mit netten Stühlen ausgestattet, mir wären Liegen aber eindeutig lieber gewesen.

Weiter über das Gelände gestromert gibt es noch eine Bio-Sauna, die ich als ganz angenehm empfunden hatte.
Und dann kam.... etwas hinter Bäumen verschanzt... der grandiose Seeblick! Augen-Orgmasmus! Welch ein Seelenfrieden. Absolutes Highlight!

Und die Inhaber sind nicht ungescheit und haben direkt ans Ufer, halb auf dem See liegend, eine Sauna gebaut mit Vollverglasung als umfänglicher Seeblick. WOW! Der Anblick erinnerte mich sofort an meine schwimmende Sauna auf dem Pangea Festival - ein Stückchen Heimat und Herzensliebe.
Dort musste ich hinein, ich öffne die Tür und die Euphorie wird wieder ausgebremst... Aufgusstourismus... Mir kam ein Schwall an verschiedenen Aromen entgegen. War mir etwas too much. Schade drum, aber dennoch absolutes Highlight.

Wer also im Hamburger Umkreis eine schöne Sauna mit genialem Außenbereich sucht, der ist hier genau richtig.

Das MidSommerland erhält von mir 2,86 Saunameister-Punkte.

Bis zum nächsten Saunabesuch,

 

Euer Saunameister Sven

 

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Zur Website: https://www.baederland.de/bad/midsommerland.html


Platz 17 - Energy Clinic (Hotel Atlantic Kempinski)

Wenn der Saunameister Sven höchstpersönlich schonmal Geburtstag hat, dann muss er sich auch was gönnen. Irgendwas mit Sauna. Irgendwas Außergewöhnliches. Therme ist damit raus – zu „Mainstream“ und das Badewasser voller Pipi. Also fix an den Rechner geschwungen und nach Day Spas in der Umgebung gesucht. (Für die unbescholtenen Gesichter unter Euch: Ein Day Spa ist in der Regel das Spa eines Hotels, welches man auch als Externer nutzen darf.)

 

Kurz gesucht und fündig geworden: Die „Energy Clinic“ vom weltweit bekannten Atlantic Hotel an der Alster. Die Website und deren Bilder verstand ich so als könne man vom Schwimmbecken aus direkt auf die Alster schauen – bei den traumhaften Wetterprognosen wäre das ein riesen Schmankerl. Und außerdem wollte ich der Alster und all seinen Spaziergängen schon immer mal meinen Hosenschlagbaum kredenzen. Das Risiko Udo Lindenberg nackt in der Sauna zu begegnen habe ich als gering eingeschätzt (im Sinne des Eigenschutzes und weil mein Anblick seiner Gesundheut bestimmt auch nicht gut getan hätte).

 

Gesagt, getan, gebucht. Und da es mein Geburtstag war, haben wir uns auch bequem mit dem Moia an die Alster kutschieren lassen, bis wir vor dem monumentalen Gebäude des Atlantic Hotels standen. Wobei man der Fassade ansehen konnte, dass das Gebäude schon etwas älter ist (älter als Udo?). Den Prunk-Palast betreten, sind wir in der Lobby gelandet. War nicht mein erste Lobby, aber wenn es danach geht vielleicht die erste Richtige. Größe eines Konzertsaals, 35 Rezeptionisten, ein Kamin und Menschen, denen man ihren Reichtum ansehen konnte. Kein Problem für mich und kein Neid, aber das Interesse an der Ausgestaltung des Day Spas wuchs ungemein.

Im Day Spa angekommen wurden wir freundlichst empfangen und uns wurden sogar die Jacken abgenommen – da fühlt sich der Kaiser schnell mal wie ein König. Bademantel, Schlappen und Handtücher gab es gleich dazu. Die Kabinen zum Umziehen sind getrennt gewesen, aber dafür sehr maritim eingerichtet – für einen Nordmann wie mich kam ein sehr heimeliges Gefühl auf.

 

Auf dem Weg zum eigentlichen Spa aus der Kabine ist mir aufgefallen, dass es noch einen Zwischengang zwischen den beiden Umkleiden gab. Mit den Duschen. Und der Sauna. Also von dem gepflegten ersten Gang zur Dusche, fällt man direkt gewollt oder ungewollt in die Sauna. Und das passierte auch uns. Die Sauna war leer, frei von Dämpfen und Aromen vorheriger Aufgüsse und ordentlich temperiert (90°, Old School Finnisch). Aufgüsse waren mit dem Aroma-freien Eimer individuell gestaltbar. Da die Umkleiden ebenfalls sehr leer waren, war ich schon voller Hoffnung an meinem eigenen Geburtstag dieses luxuriöse Day Spa für uns alleine zu haben.

Aber Pustekuchen… Denn als wir aus der Sauna raus, jeweils zurück in die jeweils eigengeschlechtlichen Umkleiden und über diesen Weg in den „Hauptraum“ das Day Spas gingen, wurde mir das Unheil bewusst: Es lag doch glatt eine einzige weitere Person auf den Liegen! :D

 

Kurzer Spoiler: Es war wirklich einer der größten Vorteile, dass wir den ganzen Tag über das Day Spa nie mit mehr als 3 weiteren Personen teilen mussten. Demnach war es immer wundervoll ruhig.

 

Aber nach jedem Hoch, kommt meistens auch wieder ein Fall. Denn als ich an dem doch schon riesigen Pool stand (Hoch), vermisste ich irgendwie den Alsterblick. Vom Pool aus konnte man auf die Fassade des Nachbargebäudes schauen. Schade. Sehr schade. Wenn man in dem Spa Raum in die Raumnische links ging, konnte man durch den 10 Meter Spalt zwischen dem Atlantic und dem Nebengebäude die Alster erspähen. Als Optimist habe ich mich aber nicht einkriegen lassen, den kleinen Ausblick genossen (hey, besser als gar keiner). „Jetzt aber ab in den Pool“ bzw. das recht passable Schwimmbecken. Aber auch hier war die Vorfreude etwas zu groß oder der Pool war halt einfach mehr Schwimmbecken als Pool. Denn dieses „Wasserbecken“ war so kalt wie eine klassische 25 Meter Bahn, aber nur 10 Meter lang. Mein großer Schlagbaum verwandelte sich sofort in einen kleinen Ast vor Schreck, ich zog zwei Bahnen und dann war es mir zumindest für den Tag und den Anlass zu kalt.

Kurz gesagt haben wir einfach die Ruhe am Pool genossen, viel sauniert, auch mal in der Infrarotkabine gehockt, den Mini-Ausblick auf die Alster genossen und richtig richtig viel geschlafen. Wenn man seine Ruhe haben will ist man hier wahrscheinlich richtig aufgehoben, sofern es einem das Geld und das Risiko Udo Lindenberg nackt zu sehen wert ist.

 

Hier geht es zur Energy Clinic: https://energyclinic.de/

 

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Platz 18 - Best Western Premier Parkhotel Engelsburg

Im Mai 2019 bin ich in Herne bei Düsseldorf beruflich unterwegs gewesen und durfte das Glück genießen im Parkhotel Engelsburg untergebracht zu sein. An der Rezeption wurde ich sogleich mit Bademantel und Slippern ausgestattet. Das Spa befindet sich selbst im Keller. Nach kurzer Zimmerpause machte ich mich auf in den Keller. Sieht es dort vielleicht so aus wie in meinem Keller? Dunkel und nass?

 

Im Gegenteil: Es handelt sich um ein altes Kellergewölbe in warmen Farben. Ausgestattet ist das Hotel Spa mit einer 80° Sauna und einem Dampfbad. Beides wurde erst einmal ausgiebig von mir inspiziert und in aller Ruhe genossen, da ich komplett alleine war und es auch bleiben sollte. 

Im Gegenteil: Es handelt sich um ein altes Kellergewölbe in warmen Farben. Ausgestattet ist das Hotel Spa mit einer 80° Sauna und einem Dampfbad. Beides wurde erst einmal ausgiebig von mir inspiziert und in aller Ruhe genossen, da ich komplett alleine war und es auch bleiben sollte. Nach getaner Arbeit bin ich in den Nebenraum mit den Liegen und musste als erste Tat die Musikanlage mit der Entspannungsmusik ausstellen, die in meinen Augen nicht entspannend war. Neben der Anlage befand sich noch die CD-Hülle – hätte aus einem Restposten (Rudies Resterampe o.ä.) sein können. In völliger Ruhe konnte ich mich dem Raum auch hingeben. Passend zum Hotelnamen waren die Wände mit Bildern von Engeln bemalt und die großen Gewölbe waren mal eine Wohltat zu den sonst meist immer gleich gekachelten und aussehenden, einfachen Spas in den meisten Thermen und Hotels.

 

Handtücher, Getränke und was das Herz so begehrt befanden sich vor Ort. Und auf Wunsch lässt die Rezeption die Sauna rund um die Uhr anschmeißen und laufen. Eine All night long Sauna im Hotel – welch ein Service.

Unter den Hotelspas ist dieses abgesehen von einem fehlenden Becken mit Nass sehr zu empfehlen.

 

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Zur Website: http://www.parkhotel-engelsburg.de/


Platz 19 - Le Méridien Hamburg

Im vergangenen Herbst hatte ich über den Hamburger Schlemmerblock einen Gutschein für das Le Meridian Spa an der Hamburger Alster. 2 Personen für 1 – also habe ich kurzerhand spontan meinen Arbeitskollegen Bernd nach getaner Arbeit eingepackt und wir sind an die Alster gefahren. Nach gefühlten 2 Stunden Parkplatzsuche konnten wir endlich das Le Meridian betreten. Fühlte sich schon komisch an mit einer großen Ikea-Tüte und Bademantel so einen Edelbunker zu betreten. Locker leicht bin ich dann zur Rezeption stolziert wo man uns den Weg zum Spa weiste. Dort erwartete uns ein kleiner Tresen mit Empfang. In der Umkleidekabine, die mich an mein Fitness-Studio erinnerte, hatten wir auch Startschwierigkeiten was den Schließmechanismus der Schränke anging. Aber wäre je gelacht, wenn wir das nicht gewuppt bekommen hätten.

 

 

In dem Gang neben der Umkleide befanden sich das auch die 80° Sauna und das Dampfbad, wobei wir unseren Fokus direkt auf die Sauna legten. Nach ein paar entspannten Saunarunden wollten wir müden Männer etwas zur Ruhe kommen und begaben uns an den Pool mit seinen Liegen. Der große Pool verschaffte dem Spa so ein bisschen Schwimmbad-Atmosphäre, aber zum Glück war wenig los und auch keine Kinder anwesend. Nach einem kurzen Nickerchen wollte ich mir etwas die Beine am Becken vertreten, bis Bernd mich für ein paar Fotos am Beckenrand im Saunameister Sven Bademantel posen lies. 

Das Fotoshooting erregte bei ein paar benachbarten Liegen bei zwei Damen die Aufmerksamkeit, vor allem bezogen auf meinen Bademantel und die Frage wer Saunameister Sven sei. Kurzerhand erzählte ich in gewohnter Manier meine Geschichte. Die Damen waren so begeistert, dass sie eine Vorführung meiner Künste in der Sauna verlangten. Und eine solche Bitte lässt der Saunameister doch nicht einfach im Raume stehen. Kurzerhand habe ich die 3 schon einmal vorgeschickt und mich aufgewärmt und dann betrat ich im klassischen Stile die Sauna und stellte mich vor. Zu meinem Verwundern lagen noch 3 weitere unbekannte Personen in der Sauna, die meinen Überfall nun über sich ergehen lassen mussten. Es wurde viel geschwungen, geschlackert, gewedelt und gelacht und nach knappen 15 Minuten verließen alle glücklich und rot (vor Schwitzen und Scham) die Sauna. Selbst drehte ich noch ein paar Runden bis wir dann auch das Spa verließen.

Das Spa ist für ein Hotel sehr sauber und ganz gut ausgestattet. Leider ist der Preis von ca. 30 € pro Person in meinen Augen keineswegs gerechtfertigt. Dafür fehlt einfach die Leistung. Leider gibt es auch keinen richtigen Ruhebereich. Ein draußen gelegener Ruhebereich mit Blick auf die Alster und Hamburg würde das Blatt wenden, aber leider ist dem hier nicht so.

 

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Zur Website: https://www.marriott.com/hotels/travel/hammd-le-meridien-hamburg/


Platz 20 - CM City Class Hotel Savoy (Haan)

Wenn man sich schonmal  bzw. schon wieder in der Düsseldorfer Ecke rumtreibt, dann jawohl bitte auch in einem Hotel mit einem Spa Bereich. Da kam mir das Best Western Plus Hotel Stadtquartier Haan (langer Name) gerade passend.

 

Aufgrund von Geschäftsterminen konnte ich erst abends einchecken. Die Parkplatzsuche war alles andere als einfach, aber ein Saunameister Sven kriegt jawohl alles hin. Ab zur Reze. „Oh, guten Tag. Hmm.. wir sehen gerade, sie könnten ein Upgrade bekommen. Interesse?“. INTERESSE? Ich war kurz davor über den Tresen zu springen und die Dame vor Freude abzuknutschen, aber ich glaube das wäre zu viel des Guten gewesen. Wie gut, dass ich zu dem Zeitpunkt noch nicht wusste, dass es ein Doppel-Upgrade in die Junior Suite war. Irgendwann muss ja immer mal das erste Mal sein. Halleluja.

 

Und die Junior Suite hatte es auch in sich. Schön groß und noch viel besser: mit einer Infrarotkabine im Zimmer. Naja, eine Sauna wäre besser gewesen, aber wir wollen die Kirche besser im Dorf lassen. Also nackig machen und zur Ankunft erst einmal eine Runde in die Infrarotkabine und ein bisschen entspannen. So eine Infrarotkabine hat ja immer ein bisschen was von einem lauwarmen Sanarium mit Entspannungseffekt. Normalerweise nutze ich diese eher nicht, aber wenn man schonmal eine Infrarotkabine im Zimmer hat, dann schau selbst ich dem geschenkten Gaul nicht ins Maul. Und nach so einem Tag den man nur im Auto oder im Meeting gesessen hat, kann so ein bisschen Gesundsheitskram nicht schaden.

Die Entspannung saß, aber ich wollte mehr. Ich hatte Blut geleckt und mir sofort meinen verzottelten, weichen, heiß geliebten, alten Saunameister Bademantel übergeschmissen und mich über den verglasten Fahrstuhl (damit Haan mich in meiner Zunftkleidung begutachten kann) ins Keller-Spa aufgemacht. Ein kleiner, Flur im Badeanstalt-Stil mit einer beklebten Karibik-Tür. Spannung steigt. Hinter der Karibik-Tür folgte noch eine weitere Tür mit schlichtem Bullauge, durch welches ich einen ersten Blick in das blaue Paradies erhaschen konnte. Blau ist nicht unbedingt jedermanns Sache, aber zum Glück eine meiner favorisierten Farben. Wahrscheinlich wollte man damit den Deko-Stil des Spas und das Urlaubsfeeling noch weiter unterstreichen, vielleicht sogar einen farbtherapeutischen Zweck verfolgen. Es gibt jedenfalls schlimmere Farben und schlimmere Ausleuchtungen als diese.

Im Spa drin schießt einem sofort das Schwimmbecken ins Gesicht. Für ein Hotelspa handelt es sich tatsächlich um ein etwas größeres Modell. Gute Auswahl. Da ich absolut alleine war und auch nicht absehbar war, dass noch weitere Gäste reinstolpern, war ich auch so frei, entblößt zu baden. Eine Wohltat für den Körper. Für meinen Geschmack war allerdings das Wasser einen Ticken zu kalt. Aber das ist wieder Geschmackssache bzw. von der geplanten Aktivität abhängig. Wer hier 2 Stunden lang einen Marathon schwimmen will, wäre besser aufgehoben als ich, der etwas planschen und entspannen will.

 

Um das Schwimmbecken herum wurde eine griechische Landschaft mit dem Mittelmeer und den berühmten weiß-blauen griechischen Häusern gemalt. Daher wohl auch die Farbauswahl der Beleuchtung, um das gesamte Spa in ein blau zu hüllen. 

Die Liegen und die kleine Sofa-Ecke entsprechen dem Standard und sind nichts besonderes. Im hinteren Bereich des Spas befindet sich noch eine Infrarotkabine – für alle Gäste ohne Upgrade oder ausreichen Budget. So kann wenigstens jeder in den Genuss einer Infrarotkabine kommen.

 

Bevor man zu der, in der Ecke versteckten, Sauna kommt, schreitet man noch an dem zugehörigen Duschbereich vorbei. Spas überlegen sich immer wieder neue Highlights für den Duschbereich (nur mit einem hängenden Wassereimer kommt man heute nicht mehr weit). Hier finden wir quasi eine Waschstraße für nackte Menschen. Eine Allround Dusche. Stell dich rein und du wirst von allen Seiten (außer von hinten oder unten) mit Wasser abgespült und musst dich nur noch drehen. Witzig. Je nach Körpermasse funktioniert dies auch besser oder schlechter, aber Spaß hat es allemal gemacht.

Aber genug mit Unfug. Das Herz des Spas. Die Sauna. Betretend fällt einem direkt die rustikale Rückwand ins Auge. Ich persönlich finde es schön, erfrischend und auch authentischer, wenn in einer solchen Sauna „richtiges“ bzw. „wildes“ Holz verbaut wird. Ist definitiv ein Hingucker. Leider wurde hier das wilde Holz nur an einer der Rückwände verbaut. Dafür zusätzlich untermalt mit kräftigen Light Sopts, die sich wiederum auch über eine zweite Wand (ebenfalls oberhalb / hinter den Saunabänken) erstreckt.

 

In die Sauna passen gute 10 Personen. Mit 85 Grad der typische Standard und gut auszuhalten für die Mehrheit der Saunagänger. Die Sauna ist grundsätzlich gut in Schuss gehalten. Der Ofen ist zwar kein Augenschmaus (Chrom passt nach meinem Geschmack visuell nicht so gut in eine Sauna), aber es hat meine Augen erfreut, dass hier mittels einer Sturzsicherung auf die Gesundheit der Gäste geachtet wird. Der Boden war nicht aus Holz, weswegen man aufgrund der Wärmeleitung und -speicherung beim Verlassen der Sauna etwas Gas geben musste. Aufgüsse waren aus eigener Hand möglich. Ein Eimer mit Kelle war vorhanden.

Alles in allem ist dieses blaue Schmuckstück gut gelungen und würde mich überzeugen das Hotel ein zweites Mal zu b(es)uchen, wenn es mich in den Düsseldorfer Speckgürtel verschlägt. Upgrade natürlich gerne wieder inklusive.

 

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Hier geht es zur Website: https://www.bestwestern.de/hotels/Haan/Best-Western-Plus-Hotel-Stadtquartier-Haan