Offizielles Saunaranking

Liebe Saunameister-Freunde,

 

wie auf den sozialen Medien bereits angekündigt, durchquere ich für Euch das ganze Land und schaue mir auf dem Weg sämtliche Saunen an und schreibe ein Feedback für Euch, damit ihr vom Profi wisst, welche Saunen warum die Besten sind. 

 

Über die Links (Namen) im Sieger-Ranking kommt Ihr direkt zum entsprechenden Abschnitt.

Ich wünsche Euch viel Spaß mit diesem kleinen Blog,

 

Euer Saunatester.... ähhh Saunameister Sven


Sieger-Ranking

Platz

x von 5 Svunkten

Therme / Hotel

Ort

Zeitpunkt


Platz 1

 

Platz 2

 

Platz 3

 

Platz 4

 

Platz 5

 

Platz 6

 

Platz 7

 

Platz 8

 

Platz 9

 

Platz 10

 

 

Platz 11

 

Platz 12

 

Platz 13

 

Platz 14

3,5 Svunkte

 

3,36 Svunkte

 

3,29 Svunkte

 

3,21 Svunkte

 

3,14 Svunkte

 

3,07 Svunkte

 

3,00 Svunkte

 

2,86 Svunkte

 

2,36 Svunkte

 

2,29 Svunkte 

 

 

2,14 Svunkte

 

2,00 Svunkte

 

1,93 Svunkte

 

0,86 Svunkte

Wittenberge

 

Heiligenhafen

 

Maspalomas (Gran Canaria)

 

Wedel

 

Hamburg

 

Hamburg 

 

Hamburg (bei Bergedorf)

 

Hamburg

 

Hamburg

 

Recklinghausen

 

 

Hamburg (Alster)

 

Perleberg

 

Hamburg

 

Kristiansand (Norwegen)

 

03.2019

 

08.2019

 

03.2019

 

06.2019

 

11.2019

 

12.2017

 

12.2019

 

05.2018

 

01.2020

 

05.2019

 

 

11.2018

 

08.2019

 

 

 

07.2019

 



Platz 12 - Sport- & Vital-Resort Neuer Hennings Hof

Im letzten Sommer im tiefen Osten unterwegs gewesen und eine Nacht im „Neuer Hennings Hof“ verbracht. Dort eine ziemlich geile Hütte mit Blick auf den See gehabt. Die Hütten waren so angeordnet und separat gelegen, dass man dachte man würde sich in einer Privatstraße befinden. Aber für den See und den Ausblick blieb gar nicht viel Zeit. Ich hatte Wichtigeres zu tun: die Sauna inspizieren! Die gelände-eigene Sauna befand sich im Hauptgebäude, in dem man sich ziemlich gut verlaufen konnte, wenn man sich nicht zuvor schon auf dem Gelände verlaufen hat.

 

Über ein extra Armband von der Rezeption konnte man den Spa- und Schwimmbad-Bereich betreten und kam zugleich in die Umkleide. Leider war der Boden etwas sehr sehr dreckig und führte bei mir zu leichtem Unbehagen. Aber vielleicht lag es auch nur daran, dass ein paar Wacken-Fans zu spät ins normale Leben zurückgekehrt sind und hier die letzte Ölung gesucht haben inkl. vorheriger Schlammschlacht in der Kabine. Aber so war zumindest die Hoffnung groß, dass das Spa selbst sauber(er) ist.

Von der schmuddeligen Umkleide gelangte ich in den Schwimmbereich. Nun ja, hier muss man dem Neuer Hennings Hof wirklich zu Gute kommen lassen, dass für ein Hotel wie dieses viel Geld für ein riesiges, gar pompöses Schwimmbecken in die Hand genommen wurde. Vielleicht für den örtlichen Ruderclub oder den Wasserballverein (Wasserball = Schwimmen für Testosteron-Tiere wie mich). Aber leider war mir den Tag gar nicht so zu Schwimmen zu Mute, denn ich hatte auch keine Badehose mit und wollte die anderen Gäste nicht vergraulen. Und zudem heiß ich ja auch nicht ohne Grund Saunameister Sven und nicht Bademeister Sven.

Rechts gelegen konnte ich den Durchgang zum Nackedei-Spa-Bereich erspähen und musste sofort eintreten – mächtig und imposant wie ein nackter griechischer Gott. Und wie es das Schicksal wollte, war der gesamte Spa-Bereich im Design des antiken Griechenlands gehalten. Fortan sprach ich mich in diesem Spa selbst nur noch mit „Svenokulos“ (dem grieschen Gott der Nacktheit) an.

 

Überall an der Wand befanden sich Malereien des alten Griechenlands und das Mauerwerk wurde im entsprechenden Stil gehalten. Der Spa Bereich war wie ein langer Schlauch. Auf der rechten Seite befanden sich die vier Saunen (für ein Hotel schon eine beachtliche Anzahl!). Ich fühlte mich wie damals in meiner Kindheit im Fernsehen: „1, 2 oder 3, ob Du wirklich richtig gehst, spürst Du wenn Dir die Hitze in die Fresse bläst.

Ich mag es aber gerne einfach und bin einfach von warm nach heiß vorgegangen. Zumal ich auch mutterseelenallein im Spa war und deswegen auch außerhalb der Sauna nackig rumgestiefelt bin (außer für die Fotos). Und selbst wenn nicht, hätte ich als Svenokulos trotzdem allen mein göttliches Gemächt zeigen müssen. Aber naja, zurück zu den Saunen:

 

Als Erstes kam das Römerbad mit 45° (die spinnen ja auch die Römer). Entspannt einen gefühlten Waschgang im gut gedampften Dampfbad absolviert, wollte ich lieber ins normale Saunieren einsteigen und gemäß meines Plans kam nun die Klima-Sauna mit 55°. Ich versteh ehrlich gesagt nicht ganz warum es solche Saunen gibt, denn ich habe schon so machen Sommerurlaub gemacht, der gefühlt heißer war, als diese Sauna. Aber das größte Problem ist wie immer die Versuchung in einer solchen Sauna nicht einzuschlafen.

Auf zur nächsten Challenge und damit ab in die Kristall-Sauna bei 75° - genau mein Ding. In der Mitte steht ein wunderschöner Salzkristall. Aber dann hört es auch schon wieder auf. Also kurz die milde Hitze genossen und dann das Profi-Level anvisiert: die Finn-Sauna (ob die Griechen damals schon von den Finnen wussten?). Bei 85° Grad ließ es sich dann doch richtig gut schwitzen. Ein wunderschöner Ausklang der Reihe. Der Sauna-Törn hat wirklich Spaß gemacht.

 

Ich habe mich nach der griechischen Finn-Sauna nach einer Abkühlung gesehnt, aber leider war das Kältebecken leer und die Ruhezonen für meine Verhältnisse auch leider nicht so ansprechend. Also was hilft gegen eine selbst verursachte Hitzewallung? Weniger Hitze! Also bin ich diesmal von heiß nach warm die Saunen noch einmal rückwärts abgelaufen. In das große Schwimmbecken wollte ich mich aber zum Beispiel auch nicht begeben, da ich wenn dem langen Aal etwas Auslauf gönnen wollte. Aber wir wollten ja nicht die Tierschützer und Angler der Umgebung auf den Zettel rufen.

Also wer auf griechischen Flair und ein paar ausgiebige Schwimmrunden mit einer größeren Saunenvielfalt steht, der ist hier an der richtigen Adresse (sofern man sich nicht auf dem Gelände verläuft).

Aber vielleicht darf man ja auch nackt übers Gelände flitzen und in den hauseigenen See springen? Das müsst ihr aber wohl selbst herausfinden…

 

 

Hier geht's zur Website vom Neuer Hennings Hof: http://www.neuer-hennings-hof.de/

 

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Platz 9 - Energy Clinic (Hotel Atlantic Kempinski)

Wenn der Saunameister Sven höchstpersönlich schonmal Geburtstag hat, dann muss er sich auch was gönnen. Irgendwas mit Sauna. Irgendwas Außergewöhnliches. Therme ist damit raus – zu „Mainstream“ und das Badewasser voller Pipi. Also fix an den Rechner geschwungen und nach Day Spas in der Umgebung gesucht. (Für die unbescholtenen Gesichter unter Euch: Ein Day Spa ist in der Regel das Spa eines Hotels, welches man auch als Externer nutzen darf.)

 

Kurz gesucht und fündig geworden: Die „Energy Clinic“ vom weltweit bekannten Atlantic Hotel an der Alster. Die Website und deren Bilder verstand ich so als könne man vom Schwimmbecken aus direkt auf die Alster schauen – bei den traumhaften Wetterprognosen wäre das ein riesen Schmankerl. Und außerdem wollte ich der Alster und all seinen Spaziergängen schon immer mal meinen Hosenschlagbaum kredenzen. Das Risiko Udo Lindenberg nackt in der Sauna zu begegnen habe ich als gering eingeschätzt (im Sinne des Eigenschutzes und weil mein Anblick seiner Gesundheut bestimmt auch nicht gut getan hätte).

 

Gesagt, getan, gebucht. Und da es mein Geburtstag war, haben wir uns auch bequem mit dem Moia an die Alster kutschieren lassen, bis wir vor dem monumentalen Gebäude des Atlantic Hotels standen. Wobei man der Fassade ansehen konnte, dass das Gebäude schon etwas älter ist (älter als Udo?). Den Prunk-Palast betreten, sind wir in der Lobby gelandet. War nicht mein erste Lobby, aber wenn es danach geht vielleicht die erste Richtige. Größe eines Konzertsaals, 35 Rezeptionisten, ein Kamin und Menschen, denen man ihren Reichtum ansehen konnte. Kein Problem für mich und kein Neid, aber das Interesse an der Ausgestaltung des Day Spas wuchs ungemein.

Im Day Spa angekommen wurden wir freundlichst empfangen und uns wurden sogar die Jacken abgenommen – da fühlt sich der Kaiser schnell mal wie ein König. Bademantel, Schlappen und Handtücher gab es gleich dazu. Die Kabinen zum Umziehen sind getrennt gewesen, aber dafür sehr maritim eingerichtet – für einen Nordmann wie mich kam ein sehr heimeliges Gefühl auf.

 

Auf dem Weg zum eigentlichen Spa aus der Kabine ist mir aufgefallen, dass es noch einen Zwischengang zwischen den beiden Umkleiden gab. Mit den Duschen. Und der Sauna. Also von dem gepflegten ersten Gang zur Dusche, fällt man direkt gewollt oder ungewollt in die Sauna. Und das passierte auch uns. Die Sauna war leer, frei von Dämpfen und Aromen vorheriger Aufgüsse und ordentlich temperiert (90°, Old School Finnisch). Aufgüsse waren mit dem Aroma-freien Eimer individuell gestaltbar. Da die Umkleiden ebenfalls sehr leer waren, war ich schon voller Hoffnung an meinem eigenen Geburtstag dieses luxuriöse Day Spa für uns alleine zu haben.

Aber Pustekuchen… Denn als wir aus der Sauna raus, jeweils zurück in die jeweils eigengeschlechtlichen Umkleiden und über diesen Weg in den „Hauptraum“ das Day Spas gingen, wurde mir das Unheil bewusst: Es lag doch glatt eine einzige weitere Person auf den Liegen! :D

 

Kurzer Spoiler: Es war wirklich einer der größten Vorteile, dass wir den ganzen Tag über das Day Spa nie mit mehr als 3 weiteren Personen teilen mussten. Demnach war es immer wundervoll ruhig.

 

Aber nach jedem Hoch, kommt meistens auch wieder ein Fall. Denn als ich an dem doch schon riesigen Pool stand (Hoch), vermisste ich irgendwie den Alsterblick. Vom Pool aus konnte man auf die Fassade des Nachbargebäudes schauen. Schade. Sehr schade. Wenn man in dem Spa Raum in die Raumnische links ging, konnte man durch den 10 Meter Spalt zwischen dem Atlantic und dem Nebengebäude die Alster erspähen. Als Optimist habe ich mich aber nicht einkriegen lassen, den kleinen Ausblick genossen (hey, besser als gar keiner). „Jetzt aber ab in den Pool“ bzw. das recht passable Schwimmbecken. Aber auch hier war die Vorfreude etwas zu groß oder der Pool war halt einfach mehr Schwimmbecken als Pool. Denn dieses „Wasserbecken“ war so kalt wie eine klassische 25 Meter Bahn, aber nur 10 Meter lang. Mein großer Schlagbaum verwandelte sich sofort in einen kleinen Ast vor Schreck, ich zog zwei Bahnen und dann war es mir zumindest für den Tag und den Anlass zu kalt.

Kurz gesagt haben wir einfach die Ruhe am Pool genossen, viel sauniert, auch mal in der Infrarotkabine gehockt, den Mini-Ausblick auf die Alster genossen und richtig richtig viel geschlafen. Wenn man seine Ruhe haben will ist man hier wahrscheinlich richtig aufgehoben, sofern es einem das Geld und das Risiko Udo Lindenberg nackt zu sehen wert ist.

 

Hier geht es zur Energy Clinic: https://energyclinic.de/

 

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Platz 7 - Haus Anna Elbe

Im Oktober 2019 habe ich einen unerwarteten Anruf bekommen. Ich hatte scheinbar vollkommen verdrängt, dass ich mich für einen Contest angemeldet hatte. Den „Travel Hero 2020“-Contest vom City Center Bergedorf. Nun ja, auch ich werde nicht jünger und bis zu 4 Stunden am Stück in der Sauna zu stehen malträtiert anscheinend auch den Rest an Gehirnzellen, den ich habe.

 

Aber so durchgeknallt wie ich bin, habe ich natürlich zugesagt. Und so ging es Anfang Dezember nach Bergedorf. Damit der Motor warm läuft gab es auch erst einmal ausreichend Glühwein. Danach musste ich gegen meine Konkurrenten im Bergedorfer Schloss ein Escape Game durchziehen. Im Anschluss gab es einen kleinen Rundgang durch die Bergedorfer Sternwarte. Abgefroren und schon wieder fast nüchtern ging es abschließend in unsere (uns noch unbekannte) Abendlocation: Haus Anna Elbe (welch ein geniales Hamburger Wortspiel).

Das Haus Anna Elbe ist ein uraltes Bauernhaus mit Reetdach (oder sieht zumindest so aus). Die beiden Inhaber Stefan und Tati mussten zu Beginn direkt meine herzliche Menschenfreude aushalten und von mir etwas länger als üblich zur Begrüßung umarmt werden (zu dem Zeitpunkt war ich noch bekleidet). Spoiler: Ich habe selten so unglaubliche Menschen wie diese beiden kennengelernt – am liebsten wäre ich eine ganze Woche bei den beiden geblieben.

 

Zur Revanche und zum warm werden gab es wiederum erst einmal mehrere Glühwein und ein rustikales Abendbrot nach norddeutscher Art. Nach kürzester Zeit waren Stefan und ich gefühlt auch schon wie Brüder. 

Die Stimmung heizte immer weiter auf, aber irgendwie fehlte noch so eine gewisse Hitze-Spitze. Alle Anwesenden kannten meine Geschichte als Saunameister, aber mein Vorteil war: Keiner wusste, dass ich meine Sauna-Sachen dabei hatte. Drum nutzte ich die Situation und zog mich heimlich auf Klo aus und meinen sexy Saunameister-Bademantel an und überraschte alle mit der Aufforderung in eine der hauseigenen Saunen zu gehen. Die (teils durch Alkohol beeinflussten) Herren ließen keinerlei Sekunde auf sich warten, aber die Damen kniffen lieber den Schwanz ein.

Ich durfte vorgehen und die Sauna für meine Show-Einlage vorbereiten. Die Sauna des Abends befand sich in der Ferienwohnung „Strandschloss“. Richtig schnuckelig, wohlig-mollig und schön urig, aber auch mit vielen stilvollen Akzenten. Aber zur Sauna: Im Obergeschoss, etwas versteckt und sehr klein (für ca. 2 – 3 Personen). Aber ist das ein Problem für mich? I WO! So kann ich leichter auf Tuchfühlung gehen (so „aus Versehen“). Also habe ich meinen Sauna-Eimer vorbereitet, die Sauna ausreichend aufheizen lassen und schonmal den Skin Gin und die Kurzenbecher vorbereitet.


Dann kamen auch schon die Jungs und das Schicksal oder Elend (ist Geschmackssache) nahm seinen Lauf. Die Jungs haben die gute Viertelstunde durchgehalten, allerdings war ich mir unsicher, ob sie wegen der starken Hitze oder meiner Taten und Geschichten knallrot wurden. Aber wir haben definitiv zusammen gelacht und geweint vor Freude. Die Sauna war einfach perfekt für mich und diese kleine Runde.

 

 

Zum Abschluss gab es noch eine Gruppendusche im voll-verholzten Bad und anschließend frische Wald- und Elbluft vor der Tür (als Großstädtler immer wieder geil – vor allem wenn auch die Elbe direkt vor dem Haus Anna Elbe liegt). Also auch wenn es keinen Pool oder Kältebecken zum Abkühlen gibt, sich einfach mal in der Natur nackt zu bewegen oder in kaltes Gras zu legen, ist einfach mal eine andere, aber sehr erlebenswerte Erfahrung und stellt seine bisherigen Ansichten etwas auf den Kopf.

Die Sauna ist klein, aber effizient und wird unregelmäßig genutzt (anders als in Thermen oder Spas). Daher ist sie wundervoll aromenfrei und unbelastet – gar jungfräulich. Und für die Aufgüsse sorgt jeder selbst - mein Favorit. Und ich muss einfach sagen, die Sauna und das Standschloss waren einfach wie geleckt!

 

 

Chapeau, vielen Dank und bis zum nächsten Mal!

 

Hier geht es zum Haus Anna Elbe: https://www.haus-anna-elbe.de/

 

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Platz 6 - 25hours HafenCity

Im Dezember 2017 habe ich ein paar Tage im 25hours Hotel HamburgHafencity verbracht. Ein rustikales Hotel, dass nicht nur im Hafen liegt, sondern auch den Hafen irgendwie durch und durch repräsentiert. Überall im Hotel wurden zum Beispiel leere Container verarbeitet. Aber naja, ich war ja nicht nur zum Schlafen da, sondern auch zum Checken der Sauna. Vom Zimmer aus in den Fahrstuhl war ich bereits das erste Mal verwundert, denn ich sollte nicht nach unten fahren (typischerweise liegen Hotel-Spas meistens im Keller oder Erdgeschoss), sondern in den obersten Stock.

 

Dort angekommen war über einen längeren Flur die Tür zum Heiligtum Sauna zu erblicken. Reingegangen und als erstes fiel auf, dass es doch ziemlich frisch im Vorraum war – aber wieso? Ich bin durch die Zwischentür und musste nicht schlecht staunen, denn im Prinzip stand ich im Freien. Die sind doch total und vollkommen bekloppt. Denn das Hotel hat ca. im 30. Stock auf der obersten Ebene die Gebäudeecke zum Sauna-Areal ausgebaut und mit riesigen Glaswänden umbaut, die man auch noch verschieben und damit öffnen kann. In dem Fall waren die Glaswände geöffnet und an einem lauen Dezember-Mittag stand ich also mehr oder weniger im Freien. Aber was ist das? Wir sind nur ein paar hundert Meter von der Elbe entfernt und haben direkten, uneingeschränkten Blick drauf. Ich muss ernsthaft zugeben, dass dies eine der besten Ausblicke war, die ich bisher hatte und mit der rauen, eiskalten Winterluft hat das irgendwie sogar sehr gut gepasst (so etwas findet man aber wahrscheinlich auch nur als Hamburger bzw. Nordmensch geil :D ). Bevor ich in die Sauna ging, musste ich den Bauarbeitern aber erst einmal mit meinem besten Stück zuwinken!

Aber genug von der Freifläche und dem Ausblick. Was ist mit der Sauna? Den Blick kehrt Marsch. Und was habe ich zuvor erwähnt? Container über Container. Aber wie verrückt muss man sein, um auf eine Freifläche auf einem Hotel einen Container zu stellen, in dem eine Sauna verbaut ist? Gute Frage, vielleicht ansatzweise so verrückt wie ich, aber das Hotel hat dies jedenfalls gemacht.

 

Die Sauna fasst ausreichend Platz für bis zu 8 Saunisten und Aufgüsse können nach eigenem Gusto gemacht werden – mein Lieblingsfall. Sehr angenehm. Und ganz ehrlich, so ein Container hat einfach nur Stil. Nach 2 zusammenhängenden Saunadurchgängen wollte ich mich auf der eiskalten Freifläche in ein paar Decken auf einer der Liegen einmummeln und eine Runde schlummern. Aber vorher erst einmal den Heidendurst von den 2 Durchgängen löschen. Wo steht denn Wasser, wie es üblich ist? Ahhh, da ist ein Kühlschrank! Aber was ist das? Niemals! Da haben die ohne Scheiß einen Kühlschrank, bis oben hin gefüllt mit Bier, hingestellt. Dies sollte bisher das erste und einzige Mal bleiben, dass ich ein solch geiles Versorgungsangebot vorgefunden habe. Ich kann mich noch heute dran erinnern, wie das eiskalte Bier meine heiße Kehle runterlief während ich nackt am Rande der Fläche auf die Elbe starrte und Hamburg mein bestes Stück kredenzte. Einmalig (mit einem wunderschönen Nachgeschmack vom Pangea Festival)! 

Im Anschluss habe ich mehrere Runden abwechselnd geschlafen, sauniert und kredenzt – und alles immer mit einem frischen eiskalten Bier in der Hand! Ich glaube ich muss mal wieder dort hin…

 

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Zur Homepage des 25hours:
https://www.25hours-hotels.com/hotels/hamburg/hafencity

Platz 5 - Elyseum

Im Winter 2019 das Day Spa im Grand Elysee in Hamburg ausprobiert. Ohne Witz, dieses Hotel ist ein Prachtbunker der Extraklasse. Ich will gar nicht wissen was dort ein Zimmer kostet, umso erstaunlicher, dass ein Tag im Day Spa ab 30 € hingegen erschwinglich ist. Und dafür muss man kein Hotelgast sein. Also wirklich ein kleiner Geheimtipp, der sich lohnt.

 

Beim Betreten des Spa Bereichs wird man auch direkt an der eigenen Rezeption äußerst freundlich in Empfang genommen und eingewiesen (in die Räumlichkeiten, nicht in die Klapse). Wir haben uns kurzer Hand umgezogen und haben den Saunaraum gestürmt. Nett gefliest, schön warm und heimelich. Ein kurzes Fußbad und wir sind ready. Und vor allem: Es ist leer und alles wie geleckt. Das Day Spa ist einfach keinen Millimeter dreckig.

 

Dementsprechend sind wir auch guten Gewissens ins Dampfbad gegangen und haben uns wie die Römer gefühlt. Im Anschluss das nächste Level – die niedrig temperierte Bio Sauna Eukalyptus. Und die war mit knappen 60 Grad wirklich niedrig, aber gut temperiert. Das einzige Problem dabei ist, dass eine solche Sauna zum Einschlafen verleitet, was sehr schnell gefährlich werden kann. Daher erober ich solche Saunen meistens im 2-Mann-Prinzip. Am Ende waren wir 25 Minuten in der Sauna und haben beide mit dem Einschlafen gerungen – wirklich sehr angenehm. Allerdings könnten Sie den Eukalyptus weglassen – den empfand ich eher als störend. Zur ersten Abkühlung sind wir in den kleinen „Innenhof“, welcher eigentlich nur eine kleine Außenfläche mit einer Größe von 10qm war. Da war gefühlt die Bio Sauna größer. Aber Größe ist ja nicht alles (schreibt der Mann mit dem Schlagbaum in der Hose).

 Nach der Abkühlung wollten wir aber auch noch kurz die 90° Finnische Sauna erkunden und einmal so richtig ins Schwitzen kommen. Die Finnische Sauna war leider nicht für eigene Aufgüsse, sondern mit einer automatischen Aufgussvorrichtung versehen, die Schub- und Tröpfchenweise Wasser aufgoss. Für unseren Geschmack zu langsam und zu wenig, die Luft war nicht die Beste in der Finnischen Sauna. Aber ich bin ja ein schlauer Saunameister und habe in meiner Tasche meinen eigenen Aufgusseimer mit Kelle mitgebracht. Kurzerhand also den Eimer gefüllt und mit einem Aufguss angefangen – hach, wie schön. Aber nur ein paar Minuten später klopfte es schon an die Tür der Finnischen Sauna. Die Dame der Rezeption trat ein und forderte mich auf ihr den Eimer auszuhändigen, weil eigene Aufgüsse verboten sind. Schade, stand aber auch nirgendwo. Naja, wenigstens konnten wir noch eine angenehme Runde genießen. Im Anschluss noch kurz abgekühlt.

 

 Uns plagte unsagbarer Durst und wir wollten das restliche Spa erkunden. Auf dem Weg zu den weiteren Räumlichkeiten kamen wir direkt ins Stocken. Was ist das? Ein Zapfhahn! Oh Du lieber Gott, lass gratis Bier dort rauskommen. Aber leider nein, es war nur Wasser, aber wiederum habe ich glaube ich in meinem ganzen Leben noch nie so kaltes Wasser wie dieses getrunken. Am Ende hat der Zapfhahn aber noch für jede Menge Spaß gesorgt, weil ich einfach nicht wiederstehen konnte, mich drunter zu legen und zumindest so zu tun als wäre es ein Bierzapfhahn. 

 Wir sind dann weiter gegangen und im Schwimmbecken-Bereich gelandet. Ein lauwarmes großes Schwimmbecken, das einfach zum Planschen und Schwimmen eingeladen hat. Eine Menge Liegen, eine Bar mit Getränken und Essen, sowie in der Ecke noch ein heißer Whirlpool. Ein sehr großes Angebot – für ein Day Spa gar nicht so gewöhnlich.

 

Und für wen der Schwimmbereich zu laut und zu unruhig ist, der kann einfach nebenan den Schlafraum nutzen. Liegen, Decken und keinerlei Geräusche. Wirklich perfekt für ein gemütliches Nickerchen.

 

 

Alles in Allem ist das Grand Elysee eins meiner Highlights in Hamburg. Es lohnt sich wirklich.

 

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Zur Homepage des Elyseum:
https://www.grand-elysee.com/wellness-spa/


Platz 2 - Bretterbude in Heiligenhafen

Im Sommer 2019 mal wieder das Männerwochenende mit Kollegen in Heiligenhafen in der Bretterbude in einer der Butzen verbracht. Wenn ihr ein Hotel sucht, das kein Hotel ist, dann müsst ihr mal so eine Butze beziehen. Diese ähneln eher neumodernen, aber gemütlichen Ferienhäusern – mit Teil-Meerblick (Ostsee)! Aber genug von den Butzen! Natürlich hat sich die Bretterbude nicht lumpen lassen und einen eigenen Spa-Bereich angelegt. Ich habe schon viele Hotel-Spas / Day-Spas gesehen. Meistens schlicht oder kahl, aber sauber gehaltene Kleinstparadiese, die sich dem Stil des Hotels anpassen und daher leider meist kühl und unentspannt wirken.

 

In der Bretterbude begeht man das Spa über einen versteckten Eingang und befindet sich hinter der Tür direkt in einem Gang, der einem langen Schlauch ähnelt (und damit auch mir – höhö). Zu Beginn liegen direkt frische Handtücher aus und ausreichend Wasser steht bereit. Auf den ersten Blick wirkt das Spa ungefähr wie jedes Hotel-Spa. Aber nicht lang schnacken, „Schlach“ in Nacken und schnell in die Sauna. Die Sauna ist mittelgroß für ein Hotel. Man kriegt keine Platzangst, fühlt sich aber auch nicht einsam und verlassen. Pluspunkt für den Eimer mit Kelle, der zum eigenen Aufguss nach privatem Gusto einlädt. Minuspunkt für den Aufguss-Trichter – bedeutet am Eingang ist ein Trichter angebracht, in den man Wasser eingießt, welches über eine Leitung zum Sauna-Ofen transportiert wird (welcher sich hinter / unter der hintersten Bank versteckt) und sich dort über die Saunasteine gleichmäßig verteilt. Mein Saunabuddy hielt sich skeptisch, aber ich leitete zur Erfrischung der trockenen Hitze einen großen Aufguss in den Trichter und fing an zu wedeln – wie gewohnt erst „so“ und dann mit dem Saunafächer. Wir staunten nicht schlecht, weil sich die Hitze trotz des verlagerten Ofens sehr gut verteilte und wir beide ordentlich ins Schwitzen kamen. Geht also auch so! Nichts ist unmöglich für mich!

 

Und nach der Sauna? Pause? Nein! Direkt weiter in das danebenliegende Dampfbad und ein bisschen Abperlen. Zu Beginn war guter Dunst vorhanden. Die Dampfmaschine hat nach unserem Eintreten aber nochmal ordentlich Einen raufgeschaufelt. Wer den Film „The Fog“ kennt – ungefähr so. Geil.

Nach dem Dampfbad ging es rüber in die Dusche zum kalt Abbrausen. Und dann folgt selbstverständlich ein Nickerchen. Den langen Schlauch entlang (höhö) kamen direkt 2 Überraschungen, die für mich dieses Spa so besonders machen. Auf der linken Seite befindet sich der „Urwald“. Ein gut temperierter Raum, der sehr dunkel gehalten wird, an den Wänden Decken mit Farben und Deko einen Urwald nachgebaut. Auf dem Boden Kunstrasen. Und wo liegt man nun zum Nickern? Auf dem Kunstrasen? Nein! Auf verdammten Hängematten – wie geil ist das denn? Wir haben uns sofort reingelegt und ich wollte direkt wegnickern, aber bevor mir das gelang hörte ich aus der Nachbarmatte meinen Kollegen bereits schnorcheln. Dem wollte ich mich nicht enthalten und schloss mich direkt an. Großartig!

 

Und die zweite Überraschung? Auf der anderen Seite wurde ein künstlicher Strand angelegt. Wer also nach dem Saunieren das Bedürfnis hat die Füße in Sand zu stecken und vom Strand zu träumen oder einfach in Ruhe eine Sandburg bauen will, der ist hier richtig aufgehoben.

 Am Ende zeigt die Bretterbude selbst im Spa das, was sie gut kann. Außergewöhnlich sein. Das Bretterbuden Spa hat sich zu einem meiner Lieblinge erarbeitet. Chapeau und bis zum nächsten Besuch.

 

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Zur Website: https://www.bretterbude.de/

Platz 4 - Badebucht Wedel bei Hamburg

Feierabendbier? Nein, nicht bei mir. Feierabendsauna klingt da dann doch schon stilvoller. Im Sommer diesen Jahres einfach um 12 Uhr mittags Feierabend beschlossen und mit einem Arbeitskollegen abgemacht in eine Therme zu fahren. Aber welche der Hamburger Thermen ansteuern und dabei nicht auch noch dem Verkehrschaos erliegen? Therme Wedel war die Antwort! Aber ist Wedel noch Hamburg? Da scheiden sich die Geister, aber als West-Hamburger ist das doch gar nicht so weit weg.

Kurzerhand das Auto angeschmissen und hingedüst. Parkplätze waren zu Hauf dort und die etwas ältere Dame an der Kasse war in puncto flirten keineswegs eingerostet. Die Umkleidekabinen sind schlicht und klein, aber zur Therme muss man nach oben aufsteigen und begeht dies wie vom Keller in den Himmel und landet im Vorraum der Therme, wo es Speisen und Getränke gibt. Alles liebevoll und modern eingerichtet, mit Blick auf den Außenbereich der schwimmenden Nass-Fraktion.

Drinnen gibt es einen kleinen „Hof“ mit Taufbecken ..ääähhh Tauchbecken und allerlei an Saunaräumen. Genauer gesagt 2 Saunen und 1 Dampfbad (unter anderem die Drögkammer und der Bootschuppen – endlich mal kreative Namen).

Aber das kann doch noch nicht alles sein? Keineswegs!


Dem Weg nach draußen folgend befindet man sich auf einmal gefühlt im Auenland (für alle Herr der Ringe Geeks). Ein riesengroßer grüner Außenbereich mit einer großen „Stallung“ an Liegen. Und mittendrin verstreut große Saunahäuser, die einfach nur zum Saunieren einladen. Zu Beginn des Auenlands befindet sich auch ein größeres Tauch-/Schwimmbecken, welches in drei verschiedene Temperaturgebiete unterteilt ist. Ein dreiteiliges Schwimmbecken mit einem Temperaturbereich für jeden. Wie großartig ist das bitte? (Achtung: Ich kann mich auch an Kleinigkeiten stark begeistern)

 

Zum Einstieg sind wir direkt in die beiden ersten Saunahäuser eingestiegen, die von außen einem Bauernhaus oder Stall ähneln. Hierbei handelte es sich um das Röckerhuus mit 95°, in dem wir zum warm werden etwas länger verharrten. Nebenan befand sich die Erdsauna names „Schaapstall“ mit ganzen 110° trockenster Spitzentemperatur. Im Schaapstall verblieben wir verständlicherwiese etwas kürzer, aber 110° ist nicht allzu üblich und sollte definitiv mitgenommen werden. Da wir unter der Woche zur Mittagszeit vor Ort waren, war der Außenbereich und die Saunen schön leer. Aber beides ist von der Größe so ausgelegt, dass selbst bei vielen Gästen sich dies verlaufen dürfte und nicht überlaufen sein sollte.

Im Anschluss wollten wir eigentlich in den hinteren Bereich auf die Freiwiese, um sich nackig etwas zu sonnen. Wo sonst kann man diesem eigenen nackten Verlangen so fröhnen. Allerdings begegnete uns auf dem Weg dorthin die Teich-Sauna. Die wohl größte Sauna auf dem Gelände, harmonisch an einem Teich gelegen und dabei vollverglast zum Teich hin, um einen perfekten Ausblick zu garantieren (auf Mensch und Teich). An der Teich-Sauna hing auch das zugehörige Line-Up, welches Gott sei Dank nicht zu eng getaktet war. Zum Abend hin sollte es eine Freesytle-Runde geben, bei welcher der zuständige Saunameister sich selbst überlegen kann welche Besonderheit er integriert und seinem Geist und Gemächt freien Lauf lassen kann. Dem konnte ich mich nicht entziehen und hatte die Hoffnung selbst etwas für meine Show gegebenenfalls dazu lernen zu können. Gegen 18 Uhr war es dann auch soweit und ich sowie ein paar andere Gäste begaben uns rechtzeitig in die Teich-Sauna. Der Saunameister betrat die Sauna und stellte sich als Sven vor – hahaha, Saunameister Sven bedient Saunameister Sven. Mein Highlight des Tages war gefunden. Leider war der Aufguss von dem Sven total unspektakulär. Zur Eröffnung bekam jeder Gast ein Stück Eiskonfekt und dann wurden 3 Aufgüsse mittels Gießkannen vorgenommen. Yeaaahh… wie kreativ. Es gibt eben nur den einen wahren Saunameister Sven. Nämlich mich! 

Enttäuscht aber auch bestätigt bin ich im Anschluss wieder auf meine Nacktliege gewechselt, um die letzten Sonnenstrahlen auszukosten. Die Liegen waren einfach großartig platziert auf der großen Freiwiese und ein bisschen Intimbräune hat noch niemanden geschadet.

In Summe kann ich allen Hamburgern und Speckgürtel-Bewohner sowie fernab wohnenden Menschen die Badebucht einfach nur ans Herz legen. Für den Sommer einfach wunderschön und perfekt ausgestattet. Im Winter würde ich die Therme allerdings weniger reizvoll erachten.

Platz 11 - Aquarama Kristiansand (Norwegen)

Ich habe mit meiner Freundin den Sommer über in Norwegen verbracht. Ein drei-wöchiger Road Trip durch das Nirvana der nordischen Welthalbkugel. Wildcampen, eins werden mit der Natur… Leider hatte die Natur auch ihre Schattenseiten für uns, sodass wir zum Ende der Reise in die Situation der Reue kamen, dass wir nur einen SUV Mietwagen hatten und keinen Camper oder Wohnmobil. Der Wettergott war uns nämlich nicht mehr hold und ließ es die letzten 3 Tage durchregnen, weswegen wir uns leider im Mietwagen einhausen mussten und dort die Zeit über eingepfercht waren.

ABER Abhilfe war in Sicht, denn in unserem norwegischen Abfahrthafen Kristiansand sollte es eine Therme geben. Also schmiedeten wir den Plan den letzten vollständigen Tag komplett in der Therme zu verbringen. Also saunieren, schwimmen, schlafen, repeat.

Guter Dinge haben wir uns auf zur Therme gemacht, die von außen wiederum doch eher etwas klein und heruntergekommen aussah. Wir hatten einfach die Hoffnung „Außen Pfui, Innen Hui“. Im Schwimmbereich angekommen, fanden wir 2 Schwimmbecken, einen Sprungturm und ein paar Rutschen vor. Aber egal, wir wollten nur schnellstmöglich ins Spa, weil uns arschkalt war. Über den gesonderten Zugang gelangten wir endlich ins Spa. Ins Spa… sorry, das war kein Spa… keine Therme, kein gar nix… mir fielen und fallen leider keine Worte für die dortigen Zustände ein.

 

Die Gesamtfläche des sogenannten Spa glich eher einer klitzekleinen 50qm Wohnung als allem anderen. Direkt nebeneinander lagen zwei SB-Saunen und ein Dampfbad. Direkt daneben befan sich ein kleines Wärmebecken und zwei offene Duschen zur Abkühlung. Am Ende des Ganges war noch eine weitere Tür gelegen, allerdings war diese verschlossen. Aber wo nun hin mit unsere Sachen? Keine Ahnung, es gab keine Umkleidekabinen oder Stauraum und darüber hinaus direkt am Wärmebecken lediglich 2 etwas heruntergekommene Sessel. Noch waren wir alleine, aber wo wollen sich all die Leute ausbreiten und niederlassen wenn es voll wird? Ein unbekanntes und nicht lösbares Rätsel.

Mit der Zeit wurde es dann auch voller im sogenannten Spa und das Chaos nahm seinen Lauf… Mit der Zeit stand der Gang ziemlich unter Wasser durch den hohen Durchlauf in den Duschen und dem Wärmebad. Das Wärmebecken und die beiden Saunen waren durchgängig sehr voll – zu voll, aber wo sollten die ganzen Menschen denn auch sonst hin. Die beiden Saunen hatten lediglich einen Vorteil, und zwar waren es SB-Saunen, in denen die Gäste die Aufgüsse selber machten. Und da es sich um die nordischen Länder und den Ursprungs des Saunierens handelte, war das zur Verfügung gestellte Aufgusswasser ohne lästige Zusatzstoffe oder Öle. Das waren dann aber auch schon alle positiven Aspekte dieses Ortes. Denn der nächste Kritikpunkt kam sogleich – Nacktheit war absolut verboten in dem Bereich. In der Sauna und der ganzen „Fläche“ musste man Badesachen tragen. Nackt ein Handtuch umzuwerfen war ebenfalls untersagt. Für mich gibt es nichts Schlimmeres als ein Badesachenkult in der Sauna. In meinen Augen unästhetisch, unpassend und die Bänke in der Sauna waren die ganze Zeit klitschnass.

Nach ein paar Runden des Saunierens wollte ich abschließend im Wärmebecken noch ein bisschen dahinvegetieren. Als ich dort so lag und um mich schaute, fiel mir auf das nebenan eine Frau in einem der Fußwärme-Becken sich die Beine rasierte. Mir wurde bei dem Anblick einfach nur schlecht und wir entschieden uns in dem Moment da Spa wieder zu verlassen.

Zwischenzeitlich wurde aber auch die geheimnisvolle Tür am Ende des Ganges aufgeschlossen, hinter welchem sich ein Schwimmbecken befand. Aber auch hier gab es keine Liegen und nur 2 weitere der komischen Sessel. Das Schwimmbecken wollte ich nutzen, um ein paar Bahnen zu kraulen. Nach 6 Runden musste ich aber auch dies abbrechen, weil das Wasser dermaßen überchlort war, dass meine Augen höllisch brannten und ich gefühlt nichts mehr sehen konnten.

Zur Quintessenz lässt sich nur sagen, dass ich nicht noch einmal und auch nicht für umsonst dieses „Spa“ betreten würde und ich allen nur ans Herz legen kann, sich dort auf keinen Fall auszuprobieren.

 

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Zur Website: https://www.aquarama.no/

Platz 10 - Le Méridien Hamburg

Im vergangenen Herbst hatte ich über den Hamburger Schlemmerblock einen Gutschein für das Le Meridian Spa an der Hamburger Alster. 2 Personen für 1 – also habe ich kurzerhand spontan meinen Arbeitskollegen Bernd nach getaner Arbeit eingepackt und wir sind an die Alster gefahren. Nach gefühlten 2 Stunden Parkplatzsuche konnten wir endlich das Le Meridian betreten. Fühlte sich schon komisch an mit einer großen Ikea-Tüte und Bademantel so einen Edelbunker zu betreten. Locker leicht bin ich dann zur Rezeption stolziert wo man uns den Weg zum Spa weiste. Dort erwartete uns ein kleiner Tresen mit Empfang. In der Umkleidekabine, die mich an mein Fitness-Studio erinnerte, hatten wir auch Startschwierigkeiten was den Schließmechanismus der Schränke anging. Aber wäre je gelacht, wenn wir das nicht gewuppt bekommen hätten.

 

 

In dem Gang neben der Umkleide befanden sich das auch die 80° Sauna und das Dampfbad, wobei wir unseren Fokus direkt auf die Sauna legten. Nach ein paar entspannten Saunarunden wollten wir müden Männer etwas zur Ruhe kommen und begaben uns an den Pool mit seinen Liegen. Der große Pool verschaffte dem Spa so ein bisschen Schwimmbad-Atmosphäre, aber zum Glück war wenig los und auch keine Kinder anwesend. Nach einem kurzen Nickerchen wollte ich mir etwas die Beine am Becken vertreten, bis Bernd mich für ein paar Fotos am Beckenrand im Saunameister Sven Bademantel posen lies. 

Das Fotoshooting erregte bei ein paar benachbarten Liegen bei zwei Damen die Aufmerksamkeit, vor allem bezogen auf meinen Bademantel und die Frage wer Saunameister Sven sei. Kurzerhand erzählte ich in gewohnter Manier meine Geschichte. Die Damen waren so begeistert, dass sie eine Vorführung meiner Künste in der Sauna verlangten. Und eine solche Bitte lässt der Saunameister doch nicht einfach im Raume stehen. Kurzerhand habe ich die 3 schon einmal vorgeschickt und mich aufgewärmt und dann betrat ich im klassischen Stile die Sauna und stellte mich vor. Zu meinem Verwundern lagen noch 3 weitere unbekannte Personen in der Sauna, die meinen Überfall nun über sich ergehen lassen mussten. Es wurde viel geschwungen, geschlackert, gewedelt und gelacht und nach knappen 15 Minuten verließen alle glücklich und rot (vor Schwitzen und Scham) die Sauna. Selbst drehte ich noch ein paar Runden bis wir dann auch das Spa verließen.

Das Spa ist für ein Hotel sehr sauber und ganz gut ausgestattet. Leider ist der Preis von ca. 30 € pro Person in meinen Augen keineswegs gerechtfertigt. Dafür fehlt einfach die Leistung. Leider gibt es auch keinen richtigen Ruhebereich. Ein draußen gelegener Ruhebereich mit Blick auf die Alster und Hamburg würde das Blatt wenden, aber leider ist dem hier nicht so.

 

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Zur Website: https://www.marriott.com/hotels/travel/hammd-le-meridien-hamburg/

Platz 9 - Best Western Premier Parkhotel Engelsburg

Im Mai 2019 bin ich in Herne bei Düsseldorf beruflich unterwegs gewesen und durfte das Glück genießen im Parkhotel Engelsburg untergebracht zu sein. An der Rezeption wurde ich sogleich mit Bademantel und Slippern ausgestattet. Das Spa befindet sich selbst im Keller. Nach kurzer Zimmerpause machte ich mich auf in den Keller. Sieht es dort vielleicht so aus wie in meinem Keller? Dunkel und nass?

 

Im Gegenteil: Es handelt sich um ein altes Kellergewölbe in warmen Farben. Ausgestattet ist das Hotel Spa mit einer 80° Sauna und einem Dampfbad. Beides wurde erst einmal ausgiebig von mir inspiziert und in aller Ruhe genossen, da ich komplett alleine war und es auch bleiben sollte. 

Im Gegenteil: Es handelt sich um ein altes Kellergewölbe in warmen Farben. Ausgestattet ist das Hotel Spa mit einer 80° Sauna und einem Dampfbad. Beides wurde erst einmal ausgiebig von mir inspiziert und in aller Ruhe genossen, da ich komplett alleine war und es auch bleiben sollte. Nach getaner Arbeit bin ich in den Nebenraum mit den Liegen und musste als erste Tat die Musikanlage mit der Entspannungsmusik ausstellen, die in meinen Augen nicht entspannend war. Neben der Anlage befand sich noch die CD-Hülle – hätte aus einem Restposten (Rudies Resterampe o.ä.) sein können. In völliger Ruhe konnte ich mich dem Raum auch hingeben. Passend zum Hotelnamen waren die Wände mit Bildern von Engeln bemalt und die großen Gewölbe waren mal eine Wohltat zu den sonst meist immer gleich gekachelten und aussehenden, einfachen Spas in den meisten Thermen und Hotels.

 

Handtücher, Getränke und was das Herz so begehrt befanden sich vor Ort. Und auf Wunsch lässt die Rezeption die Sauna rund um die Uhr anschmeißen und laufen. Eine All night long Sauna im Hotel – welch ein Service.

Unter den Hotelspas ist dieses abgesehen von einem fehlenden Becken mit Nass sehr zu empfehlen.

 

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Zur Website: http://www.parkhotel-engelsburg.de/


Platz 3 - Lopesan Corallium Spa & Thalasso                  (Maspalomas, Gran Canaria)

Moin Jungs und Mädels,

 

Anfang 2019, im März bin ich mit meiner Freundin vor der deutschen Frühjahrskälte auf die Kanaren geflüchtet, nach Gran Canaria – unserer zweiten Heimat. Passend dazu hatte ich noch einen Gutschein für das Thalasso Spa Corallium Villa del Conde in Maspalomas. Pffff… wieso auch nicht bei 40 Grad Außentemperatur in ein Spa gehen??? Als Saunameister Sven war es aber eine Pflicht und irgendwie [KS1]  ein Reiz. Und solltet Ihr mal auf den Kanaren sein, hilft Euch bestimmt dieser Eintrag.

Kommen wir zur Sache. Das Spa befindet sich mehr oder weniger unterirdisch unter der Küstenpromenade direkt am Ozean. Nach ein paar Unwegsamkeiten haben wir dann auch den gefühlt versteckten Eingang gefunden. An der Kasse bekommt man sogleich auch einen Spa-eigenen Bademantel und etwas plastik-artiges in einem kleinen Tütchen. Der Service stimmte soweit. Um das zu toppen fehlte nur noch ein Angestellter, der mich aus- und anzieht (aber das hätte auch nur Mord und Totschlag mit meiner Freundin gegeben). In der Kabine lüftete ich auch direkt das Geheimnis um die kleine Plastiktüte – es war eine kleine Plastik-Duschhaube drin, wie aufmerksam.

Im Hauptbereich des Spas angekommen machte ich mich als erstes in das große Thalasso Schwimmbecken auf. Ich war gerade am Runterfahren, ankommen und wohlfühlen, als…. eine nette Mitarbeiterin mich fragte wo mein Häubchen sei. Mein Häubchen? Ist das jetzt nur ein sprachenbedingtes Missverständnis? Weit gefehlt! In der kompletten Anlage ist es Pflicht in den Schwimmbecken diese Badehauben zu tragen. Aus hygienischen Gründen. Ehrenhafter Ansatz, nur leider bezweifle ich, dass diese Hauben etwas bringen, weil die Haare trotzdem in Kontakt mit dem Wasser kommen. Immerhin gab es auch kein Häubchen für meinen maskulinen Bart – zum Glück! Nichtsdestotrotz konnte ich auch mit Häubchen das große Wellness-Becken in vollen Zügen genießen.

 Im Anschluss sind wir ins nächste Becken – dem Floating Becken. Also einem Becken mit so hohem Salzgehalt, dass man nicht untergeht. Im Prinzip eine Miniversion vom Toten Meer. Wir haben uns nieder gelassen und sind langsam von einer Ecke in die nächste Ecke des Beckens getrieben. Und ihr werdet es nicht glauben, aber ich konnte dabei sogar einschlafen. Einfach nur großartig.

 

Nach zweierlei Schwimmeinheiten kribbelte es aber in meinen Fingern und ich musste den Saunabereich inspizieren. Verständlicherweise habe ich in dieser Klimazone so nah am Äquator keine 8 Saunen sondern nur eine 80° Sauna und zwei Dampfbäder vorgefunden. Bei der Sauna handelte es sich um einen Trockensauna ohne eigene Aufgussmöglichkeit. Leider optimierte dies die Nutzung nicht, weil die Sauna sehr trocken war. Nach eigenem Empfinden sollte das automatische Aufguss-System noch einmal optimiert werden. Außer die Spanier lieben Sauna a la Sahara. Die daneben liegenden Dampfbäder erwiesen sich als Eukalyptus- und Zitronenbäder. Im Eukalyptusbad konnte ich es leider nur ein paar Minuten aushalten, weil der Dampf dermaßen mit Aroma-Ölen getränkt war, dass er in den Augen nur gebissen hat. Das Zitronenbad schaffte aber Gott sei Dank willkommene mildere Abhilfe. Also doch lieber noch zwei Runden in die Trockensauna. Während der knappen Stunde waren wir in dem Bereich alleine – sehr angenehm so ein kleines Spa in Ruhe genießen zu können.

 Nach einer ausgiebigen Saunarunde ist ein Nickerchen im Ruhebereich Pflichtprogramm. Am Hauptbecken befinden sich verteilt riesengroße Liegen aus Stein, die von innen auf gefühlte 40° aufgeheizt werden. Sehr verführerisch, nur war es mir etwas zu laut und das Wetter draußen auch zu schön. Also war der Plan draußen auf einer Liege die Plauze in die Sonne zu halten. Im offenen Bereich spazierte ich durch eine Art japanischen Garten mit kleinen Brücken, Grünflächen, Bächen und japanischen Häusern. Der Anblick verschaffte viel innere Ruhe zumal es tatsächlich ruhig war. Am Ende des japanischen Gartens befand sich noch ein kleiner versteckter Durchgang. Ich hatte so meine Vermutung und zugleich die Hoffnung, dass es so sei. Und Halleluja, leck mi die Söck, ich hatte Recht. Es befand sich dort eine Außenterrasse über den Klippen des Ozeans und weit und breit gab es nur Wasser zu sehen. Ungelogen für mich die schönte Art eines Ruhebereichs. Außer dem Wellenrauschen keine Geräusche, angenehme Hitze und Sonne, und überall nur blau wo das Auge hinsah. Eigentlich wollte ich noch einmal in die Sauna, aber diesen einmaligen Bereich konnte ich nicht mehr verlassen.

Leider war unser Aufenthalt zeitlich auf 3 Stunden begrenzt, sodass wir uns nach genussvollen Momenten auf der Außenterrasse wieder auf den Weg nach draußen machen mussten. Knappe 35 Euro für ca. 4 Stunden sind doch sehr happig, aber nichtsdestotrotz kann ich einen einmaligen Besuch in diesem Spa nur empfehlen!

Sauna-tastische Grüße,
Euer Saunameister Sven <3

 

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Zur Website: https://www.lopesan.com/de/corallium-wellness/

Platz 8 - MidSommerland (Hamburg)

Moin liebe Saunameister-Freunde,

 

als beherzter Hamburger muss ich natürlich auch die Hamburger Saunen inspizieren. 
Drum habe ich mich auf meinen Edelschimmel von Audi geworfen und bin ins MidSommerland unter die Elbe in den Hamburger Süden (ungemein als Italien bekannt) gefahren.

 

An dem Tag war leider mehr los als erwartet, sodass ich keine Fotos für Euch machen konnte. Da das norddeutsche Italien aber nur eine halbe Weltreise entfernt ist, werde ich dies für Euch natürlich noch nachholen.

20 Euro für die Tageskarte fand ich etwas happig, aber noch in Ordnung. Die Umkleiden sind bescheiden, aber wen interessiert das schon - ich wollte nur schnell in die Sauna und allen mein Hab und Gut kredenzen.

Gedacht, geschehen, bin ich im Saunabereich gelandet. Etwas eng und viel Trubel und die Saunen aneinander gereiht und mittendrin ein offener Ruheplatz oder eher Chill-Out-Area, weil von Ruhe weit und breit nichts zu merken war. 

Zum Start das Dampfbad - angenehm starker Dampf, so wie man es aus römischen Schwitzbädern kennt und die Sitze waren auch ganz gemütlich. Bei dem vorhandenen Verkehr hatte der Verdampfer aber auch ordentlich zu kämpfen. Zur Abrundung noch ein kleines Zuckerpeeling, weswegen das Dampfbad schlagartig aber eher an einen Mastbetrieb von Legehennen erinnerte. Typisch für deutschen Peeling-Tourismus.

 

Etwas müde von den Menschenmassen bin ich rüber in die Kaminsauna gewandert. Eine der größeren Saunen mit angenehmen 50 Grad. Perfekt, um ein kleines Nickerchen zu halten, in der Hoffnung nicht zu verschlafen und als speckiges Grillhähnchen zu enden. Mein Hosenthermometer sollte mich aber rechtzeitig vorwarnen.

Gestärkt vom Nickerchen habe ich die Starksauna im Innenbereich geskippt und den Außenbereich erkundet. Aus der Tür raus bin ich fast ins Kalttauchbecken gestolpert, konnte die Situation aber meisterlich mit einem halben unsportlichen Spagat retten. Aber mir gefällt ja Aufmerksamkeit.

Der fast schon riesige Außenbereich erinnert an eine Mischung aus schwedischer Seenlandschaft und japanischem Garten. In 2 Anschlusshäusern gibt es noch weitere Ruheräume, die aber leider auch gut überlaufen waren. In dem zweiten Haus befand sich im oberen Geschoss ein gemütliches Kaminzimmer, welches etwas ruhiger war. Sofort kam bei mir der Wunsch nach einer Zigarre auf, aber hier wird nur anderen Gelüsten gefröhnt. Das Kaminzimmer ist mit netten Stühlen ausgestattet, mir wären Liegen aber eindeutig lieber gewesen.

Weiter über das Gelände gestromert gibt es noch eine Bio-Sauna, die ich als ganz angenehm empfunden hatte.
Und dann kam.... etwas hinter Bäumen verschanzt... der grandiose Seeblick! Augen-Orgmasmus! Welch ein Seelenfrieden. Absolutes Highlight!

Und die Inhaber sind nicht ungescheit und haben direkt ans Ufer, halb auf dem See liegend, eine Sauna gebaut mit Vollverglasung als umfänglicher Seeblick. WOW! Der Anblick erinnerte mich sofort an meine schwimmende Sauna auf dem Pangea Festival - ein Stückchen Heimat und Herzensliebe.
Dort musste ich hinein, ich öffne die Tür und die Euphorie wird wieder ausgebremst... Aufgusstourismus... Mir kam ein Schwall an verschiedenen Aromen entgegen. War mir etwas too much. Schade drum, aber dennoch absolutes Highlight.

Wer also im Hamburger Umkreis eine schöne Sauna mit genialem Außenbereich sucht, der ist hier genau richtig.

Das MidSommerland erhält von mir 2,86 Saunameister-Punkte.

Bis zum nächsten Saunabesuch,

 

Euer Saunameister Sven

 

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Zur Website: https://www.baederland.de/bad/midsommerland.html


Platz 1 - Loft Spa Alte Ölmühle (Wittenberge)

Moin liebe Leude,

 

Anfang März war ich mit meiner Freundin in Wittenberge (zwischen Hamburg und Berlin) unterwegs, weil wir auf einem Geburtstag eingeladen waren. Bevor wir uns abends Suff und Futter hingeben wollten, hat es mich magischerweise (wieso nur?) in das örtliche „Loft Spa Alte Ölmühle gezogen“.
Ein LOFT Spa… Warum dieser Name? Was soll hier so besonders sein? Ich habe es direkt als meine Mission gesehen für Euch alles über dieses Spa herauszufinden.

Also aus mit den Klamotten (endlich wieder) und hin da.
Dort angekommen fiel sofort auf, dass es innen wirklich den Flair eines Lofts hatte, allerdings mit dem Charme eines alten Fachwerkhauses. Anno 1900 trifft neue Moderne. Die Aufmachung gefiel mir soweit und es herrschte eine ruhige entspannte und muschelige Atmosphäre. Vielleicht lag es daran, dass kaum andere Menschen zu bemerken waren und wir uns sehr allein vorkamen – was ich allerdings dem sehr hohen Preisen (Tageskarte 36,50€) zuschreibe.

Das Spa erstreckt sich über eine lange Strecke und füllt diesen Platz mit 7 Themensaunen und 1 Dampfbad. 7 Themensaunen!!! Da war ich bereits begeistert. 4 bis 5 Saunen sind üblich. Ich war gespannt was mir geboten wird. Ich habe mich direkt auf die Suche nach dem Highlight des Spas gemacht, von dem ich schon gelesen hatte. Die Panorama-Sauna. Kurz danach gefunden, sofort betreten, stand ich in der riesigen Sauna, an deren Ende die Fassade vollverglast war. Ich musste mich unverzüglich splitternackt an die Scheibe stellen und der Außenwelt mein bestes Stück kredenzen während ich selbst einen wundervollen Ausblick auf die Elbe genossen habe – ein Stück Hamburger Heimat. Herzerwärmend. Langsam füllte sich die Sauna mit mehr Menschen (4 in Summe), daran gelegen, dass ein Aufguss folgen sollte. Diesen skippte ich vor lauter Spannung was mich noch erwarten wird. Später habe ich herausgefunden, dass Aufgüsse nur in der Panorama-Sauna (jede Stunde einmal) stattfinden – sehr angenehm in meinen Augen, um Aufguss-Tourismus zu umgehen.

Das nächste persönliche Highlight meiner Reise war die 60 Grad Zitronensauna - mit Schalen gefüllt mit Wasser und Zitronenscheiben. Im Prinzip eine Bioduft-Sauna. Bei den 60 Grad blieb ich eine knappe halbe Stunde liegen. Vielleicht dem geschuldet, dass ich leicht eingedöst bin. Es war einfach so mollig warm.

Im Anschluss habe ich noch eine Runde durch die Kesselsauna gedreht für ein paar schon (N)Aktfotos von mir und durch die kleinere finnische Sauna, um meiner holden Maid meine Wedeltechniken stolz zu präsentieren (die sie aber eigentlich schon aus dem Schlafzimmer kannte).

Nach der ganzen Anstrengung musste ein Nickerchen in der Salzgrotte her. Wasser, das eine Salzwand runterplätschert, gedimmtes Licht und 20 Sekunden später war ich schon eingeschlafen. Meine Freundin folgt schon bald ins Lummerland. Die Salzgrotte war dafür perfekt. Es gab noch 2 andere, offene Ruhebereiche mit Kamin (ich steh total auf Kaminzimmer), aber die waren mir zu offen, laut und unruhig. Salzgrotte sei Dank haben wir ein bisschen zu lange geschlafen, aber das Dampfbad musste noch schnell inspiziert werden! Kurz gefasst: Klein, aber fein. Nur der sehr rutschige Boden vor dem Dampfbad war etwas störend.

Dann mussten wir auch schon los und uns für unsere harten Tätigkeiten mit Speis und Trank belohnen lassen. (Leider haben wir erst beim Verlassen mitbekommen, dass es noch eine Rooftop-Area gab – aber da war die Wurst schon gegessen).

 

In Summe gebe ich dem „Loft Spa Alte Ölmühle“ 3,5 von 5 Svunkten (Sven-Punkte) – die genaue Svunkte-Verteilung findet Ihr in der Grafik ganz oben.

 

Euer Saunatester / Saunameister Sven

 

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Zur Website: https://loft-spa.de/